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Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA, auf einem großen Pharmazeutenkongress in Meran.

Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA, skizzierte auf einem großen Pharmazeutenkongress in Meran, Südtirol, wie die Apotheke der Zukunft aussehen könnte.
© PZ/Müller

Fr. 30. Mai 2014

Die Apotheken der Zukunft

Wo steht die Apotheke in 10 oder 20 Jahren? Die Apothekerschaft beschäftigt sich seit Monaten intensiv mit dieser Frage. Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, sieht vor allem einen im Mittelpunkt: den Patienten.

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Die Apotheke im Jahr 2030. "Das ist alles andere als Blödsinn, sich diese Frage zu stellen", sagte der ABDA-Präsident kürzlich auch auf einem Fortbildungskongress der Apotheker. Bereits jetzt habe sich das Bild des Apothekers deutlich gewandelt. Vor 20 Jahren stand das Arzneimittel im Mittelpunkt. Jetzt ist es der Patient. Und das soll laut der Spitze der deutschen Apothekerschaft so bleiben. Schmidt: "Wir sind heilberufliche Dienstleister. Wir sind keine Pillenverkäufer und wir sind keine Geschäftsleute. Das ist der Focuswechsel, der bereits stattgefunden hat und weiter stattfinden wird."

Die Zeiten seien lange vorbei, in denen der Patient mit einem Rezept in die Apotheke kommt, der Apotheker das Medikament heraussucht und der Patient wieder hinausgeht. Die Beratung, etwa zu möglichen Wechselwirkungen mit anderen Arzneien oder Lebensmitteln, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das gilt auch für Arzneimittel, die Patienten ohne Rezept in der Apotheke erwerben.

Mehr Beratung, mehr qualifizierte Dienstleistung – das stellt auch die Fortbildung der Apothekerschaft vor neue Herausforderungen. In Zukunft werde, so die Einschätzungen von Experten, vermehrt das Thema effektive Arzneimittelversorgung auf der Tagesordnung stehen.

"Viele Apotheker haben bereits mitdiskutiert", freut sich Schmidt. Das neue Leitbild wird in einem mehrstufigen Prozess innerhalb der Apothekerschaft unter Zuhilfenahme moderner elektronischer Verfahren entwickelt. In einem speziellen Forum im Internet gab es mehr als 500 Kommentare von Pharmazeuten. Und die waren nicht für den Papierkorb. Die Spitze der deutschen Apothekerschaft hat sich jeden einzelnen angeschaut und in das Meinungsbild einfließen lassen. Und damit ist die Diskussion noch lange nicht beendet, wo die Apotheke in 10, 20 oder gar 30 Jahren stehen soll.

PEF

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