Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Urlaubsmitbringsel mit Risiko

Aktuelles

Szene an einem vietnamesischen Marktstand

Auf Wochenmärkten in fernen Ländern werden oft nicht nur Lebensmittel sondern auch (gefälschte) Arzneimittel feilgeboten.
© richard53270 - Fotolia

Mi. 16. Juli 2014

Arzneimittel: Gefährliche Urlaubsmitbringsel

Apotheker raten Reisenden dringend davon ab, im Urlaub Medikamente zu kaufen. Im Ausland steige das Risiko, unwissentlich an ein gefälschtes Arzneimittel zu geraten. Zudem gelten strenge Zollbestimmungen für die Einfuhr von Medikamenten, sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Anzeige

Weltweit sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation 8 bis 10 Prozent aller Medikamente gefälscht. Die Gefahr, im Ausland ein gefälschtes Medikament zu kaufen, ist besonders auf Wochenmärkten oder bei fliegenden Händlern sehr groß - gerade in Entwicklungsländern. Benkert: "Auch falls ein Medikament im Ausland preiswerter ist: Die Schnäppchenjagd kann lebensgefährlich sein." Wer dauerhaft Medikamente braucht, nimmt am besten ausreichend große Mengen mit in den Urlaub oder lässt sich diese gegebenenfalls im Voraus vom Arzt verordnen. Für stark wirksame Schmerzmittel und andere Betäubungsmittel braucht der Patient ein ärztliches Attest.

Bei der Einreise in die EU dürfen Urlauber nur die Menge an Medikamenten mitführen, die für ihren persönlichen Bedarf bestimmt ist. Als Faustregel gelten dabei eine Packung bzw. der Bedarf für maximal drei Monate pro Medikament. Urlauber dürfen aus dem Ausland keine Medikamente für andere Personen oder für gewerbliche Zwecke mitbringen. Arzneimittelfälschungen und Dopingmittel dürfen generell nicht eingeführt werden. Auch einige Präparate, die im Ausland frei gehandelt werden, können in Deutschland unter das Arzneimittelrecht fallen. Dazu gehören zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel, hoch dosierte Vitaminpräparate oder rein pflanzliche Mittel. Alle diese Präparate werden vom Zoll konfisziert und der Reisende kann bestraft werden.

ABDA/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

NAI vom 15.6.2018: Wahrheit über Gluten

Der Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten lautet „Die Wahrheit über Gluten“.

Neue Leitlinie für Bluthochdruck

Lesen Sie hier, was sich bei der Therapie von Bluthochdruck geändert hat.

Blutspender werden dringend gesucht

Vor allem jüngere Freiwillige, die Blut spenden wollen, sind in Deutschland rar.

Nebenwirkungen sind hier besonders häufig

Bei drei Wirkstoffklassen klagen Patienten besonders oft über Nebenwirkungen.

HPV-Impfung jetzt auch für Jungen

Bislang haben Experten die Impfung nur für Mädchen empfohlen. Das ändert sich jetzt.

HIV-Selbsttest soll ab Herbst verfügbar sein

Der Test soll helfen, dass mehr Menschen möglichst früh von ihrer Infektion erfahren.

Apotheker: Kritik an GKV-Positionspapier

Das Positionspapier sei patientenfeindlich und gefährde die Arzneimittelversorgung in Deutschland.

Apotheker suchen dringend Nachwuchs

Viele Apotheken finden keinen Nachfolger mehr und müssen daher schließen.

Wie viel Sonnencreme brauche ich?

Eine Apothekerin erklärt, was es mit der Elf-Hände-voll-Regel auf sich hat.

So gesund sind die Deutschen

Der Titelbeitag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten lautet „Deutschland - deine Gesundheit“.

30 Mio. Medikamente in der Kühlung

Hitzeempfindliche Präparate erfordern besondere Maßnahmen - gerade im Sommer.

Diesel: Wie gefährlich sind Abgase wirklich?

Ein Toxikologe erklärt, wie die Zahl der Todesfälle durch Abgase zustande kommt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen