Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Viele Kassen erstatten rezeptfreie Präparate

Aktuelles

Arzt händigt älterem Patienten ein Rezept aus.

Damit die Krankenkassen die Kosten für OTC-Präparate als Satzungsleistung erstatten, verlangen sie ein ärztliches Rezept.
© Igor Mojzes - Fotolia

Fr. 25. Juli 2014

Homöopathie & Co.: Viele Kassen erstatten rezeptfreie Medikamente

Seit 2012 dürfen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente, sogenannte OTC-Arzneimittel, erstatten. Nach einer Untersuchung des Bundesverbandes der pharmazeutischen Industrie bieten derzeit 58 Kassen diese freiwilligen Satzungsleistungen an. Eine Liste gibt Auskunft, welche Kassen dazugehören.

Anzeige

Bemerkenswert ist, dass die Krankenkassen vor allem die Kosten für homöopathische und anthroposophische Präparate sowie pflanzliche Arzneimittel übernehmen. Andere OTC-Arzneimittel werden in der Regel nur für Kinder zwischen 12 und 18 Jahren erstattet. Nicht-pflanzliche OTCs für Erwachsene werden so gut wie nie erstattet. Die meisten Krankenkassen fordern für die Erstattung der Medikamente ein ärztliches Rezept. Dieses muss der Versicherte zusammen mit der Rechnung bei der Krankenkasse einreichen.

Der Umfang der Satzungsleistungen beträgt pro Versichertem in der Regel zwischen 80 und 150 Euro im Jahr. Bei vielen Kassen müssen die Versicherten zuzahlen. Oft liegt die Eigenbeteiligung bei 10 Prozent. Die Ernest und Young BKK oder die Hanseatische Krankenkasse belasten ihre Versicherten mit 30 Prozent Zuzahlung. Überdurchschnittlich spendabel sind die Tui-BKK und die BKK Salzgitter, hier bekommen die Versicherten ein Gesundheitskonto von 400 Euro bei einer Zuzahlung von 15 Prozent. Besonders großzügig bei Kindern sind die AOK Baden-Württemberg, die AOK plus und die IKK Brandenburg Berlin. Für Kinder von 12 bis 18 Jahren erstatten sie alle Selbstmedikationsarzneimittel zuzahlungsfrei und ohne Budgetgrenze, die gemäß der Arzneimittelrichtlinien verschreibungsfähig sind.

Welche Kassen teilnehmen und welche Konditionen sie bieten, zeigt eine übersichtliche Liste bei aponet.de. Genaueres zu den Voraussetzungen und der Abwicklung der Erstattungen erfragen Sie bitte direkt bei Ihrer Krankenkasse.

dr/PZ/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Gesundheitskarte ab 2019 noch gültig?

Ein Blick auf die Karte verrät, ob Versicherte tätig werden müssen.

NAI vom 15.11.2018: Psyche in Not

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um die Behandlung von Depressionen.

Apotheke: Digitales Rezept kommt

Ab 2020 sollen Patienten digitale Rezepte in Apotheken einlösen können.

Pflege: Angehörige sind oft überlastet

Die Zahlen sind alarmierend: Viele sind kurz davor, ihren Dienst einzustellen.

"Notdienst in der Apotheke schützen"

Apotheken spielen eine wichtige Rolle für in der Notfallversorgung.

Resistente Keime in Rohkost und Salat?

Kräuter und Tütensalat sind offenbar häufig mit resistenten Bakterien verunreinigt.

Wechseldusche beugt Erkältung vor

Mit diesen Tipps lassen sich die Abwehrkräfte im Herbst und Winter stärken.

Von der Rezeptgebühr befreien lassen

Wer einen Antrag auf Befreiung stellen kann und wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Tipps für Zuhause: Acrylamid meiden

Beim Erhitzen von Lebensmitteln können krebserregende Stoffe entstehen.

Jede Zweite vergisst die Pille regelmäßig

Gerade Teenager nehmen die Antibabypille oft nicht zuverlässig ein.

Männer nehmen Vorsorge nicht ernst

Viele Männer kümmern sich zu wenig um ihre Gesundheit.

NAI vom 1.11.2018: Großer Vitaminreport

Im Themenspezial der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um das Thema Vitamine.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen