Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Mehr Sicherheit bei Implantaten

Aktuelles

Arzt erklärt Patientin die Funktion eines künstlichen Hüftgelenks

Patienten, die ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt bekommen, werden vom Arzt vor der OP aufgeklärt und erhalten in Zukunft auch einen Implantatepass.
© AOK-Mediendienst

Mi. 30. Juli 2014

Neue Verordnung erhöht Sicherheit für Patienten mit Implantaten

Eine neue Verordnung über die Abgabe von Medizinprodukten soll für mehr Sicherheit für Patienten sorgen, die mit künstlichen Gelenken oder Brustimplantaten versorgt werden. Darauf weist das Bundesministerium für Gesundheit hin.

Anzeige

Künftig erhalten alle Patienten, denen z.B. Herzklappen, Hüft- oder Kniegelenke oder auch Brustimplantate eingesetzt werden,

  • eine Patienteninformation, die die für die Sicherheit des Patienten notwendigen Verhaltensanweisungen enthält und
  • einen Implantatepass, der u.a. die Bezeichnung, Art und Typ sowie die Seriennummer des Implantats enthält. Dadurch wird ein zweites Sicherheitselement geschaffen, damit die Patienten etwa bei entsprechenden öffentlichen Warnungen selbst kontrollieren können, ob ihr Implantat betroffen ist.

Zusätzlich müssen die Gesundheitseinrichtungen, in denen die Implantate eingesetzt werden, eine geeignete Dokumentation anlegen. Diese soll gewährleisten, dass die betroffenen Patienten z.B. im Falle von Rückrufen von Produkten innerhalb von drei Werktagen ermittelt werden können.

Bis zum 1. Oktober 2015 haben Hersteller und Gesundheitseinrichtungen jetzt Zeit, die technischen Voraussetzungen für die Einführung dieser drei Punkte zu schaffen. Wie relevant diese Anforderungen sind, zeigte sich z.B. bei dem Rückruf von minderwertigen Brustimplantaten in Frankreich im Jahr 2011, der mehrere Zehntausend Frauen betraf und auch in Deutschland für Unsicherheit sorgte.

BMG/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

EU-Verordnung für essbare Insekten

Bevor Würmer & Co im Supermarkt landen, müssen sie ein Zulassungsverfahren durchlaufen.

Heilberufe gemeinsam für Digitalisierung

Ärzte, Apotheker und Zahnärzte koordinieren ihr Vorgehen für die digitale Zukunft.

Mit Medikamenten Steuern sparen

Das Finanzamt rechnet einige Ausgaben für die Gesundheit in der Steuererklärung an.

Apotheken versorgen flächendeckend

Die Arzneimittelversorgung durch Apotheken vor Ort ist effizient, preiswert und sicher.

Langer Schulweg stresst Kinder

Die langen Fahrzeiten zur Schule wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Diabetes erhöht das Schlaganfallrisiko

Bei Frauen mit Diabetes ist die Gefahr für einen Hirnschlag um 50 Prozent erhöht.

Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter

Vor allem Einzelapotheken mussten in den vergangenen Monaten schließen.

Deutsche fordern mehr Routine bei OPs

9 von 10 Bürgern fordern Mindestmengen für bestimmte Operationen in Kliniken.

Schwarz-rot lehnt Impfpflicht ab

Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor.

Cannabis jetzt legal in Kalifornien

Seit Jahresbeginn 2018 ist die Droge dort für Erwachsene frei erhältlich.

NAI vom 1.1.2018: Gesunde Ernährung

Im Titelbeitag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema gesunde Ernährung.

Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 2018

Ab 2018 haben Männer über 65 Anspruch auf ein Screening der Bauchschlagader.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen