Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Apotheker helfen im Kampf gegen Ebola

Aktuelles

Togolesisches Mädchen im Vordergrund im rotweiß-gestreiften Kleid, ca. 3 Jahre alt, Junge im Hintergrund, nackter Oberkörper, ca. 6 Jahre alt

Das Medikamenten-Hilfswerk "action medeor" hilft Menschen in Not.
© action medeor/Boris Breuer

Di. 09. September 2014

Deutsche Apotheker helfen im Kampf gegen Ebola

Das "Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker e. V." spendet dem Medikamenten-Hilfswerk "action medeor" ein sogenanntes Medical Kit. Mit dem Arzneimittel-Paket unterstützen die Apotheker das von der Ebola-Epidemie in Mitleidenschaft gezogene afrikanische Land Liberia.

Anzeige

Seit März 2014 breitet sich Ebola, eine gefährliche, oft tödlich endende Infektionskrankheit, in Westafrika aus. Derzeit gibt es keine zugelassenen Impfungen oder Medikamente gegen Ebola. Wenn die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert und der Patient gut gepflegt wird, liegt die Überlebensrate bei 47 Prozent. Die Symptome einer Ebola-Infektion sind am Anfang von anderen Krankheiten aber nicht zu unterscheiden. Malaria oder eine Lungenentzündung weisen ebenfalls Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen auf.

Es ist daher äußerst wichtig, Ebola-Verdachtsfälle schnell zu bestätigen. Zu diesem Zweck enthält das Medical Kit, das von einem Pharmazeuten-Team von "action medeor" entwickelt wurde, unter anderem Malaria-Schnelltests. Mit Hilfe dieser Tests kann man schnell Malaria-Erkrankte von Ebola-Patienten trennen. Eine Blutuntersuchung zur Bestätigung einer Ebola-Infektion dauert fünf bis sechs Tage. Eine frühzeitige Unterscheidung von Patienten mit Malaria von anderen Erkrankten soll dazu beitragen, die weitere Ausbreitung von Ebola einzudämmen.

Das Medical Kit im Wert von 3.725 Euro enthält darüber hinaus Medikamente für etwa 1.200 Malaria-Behandlungen, das Antibiotikum Amoxicillin, das bei Lungenentzündungen eingesetzt werden kann, und die Schmerzmittel Paracetamol und Ibuprofen. Außerdem sind Medikamente zur Fiebersenkung und zur Rehydration – worunter Mediziner die Zufuhr von Wasser und Elektrolyten bei großem Flüssigkeitsverlust z.B. bei Durchfall verstehen – für etwa 600 Behandlungen enthalten.

Fritz Becker, Vorsitzender des Hilfswerks, schätzt die Zusammenarbeit mit "action medeor": "Mit ihnen haben wir einen Partner, mit dem wir schon in der Vergangenheit vielfältig zusammengearbeitet haben und der zielgenau die Hilfe dort platziert, wo sie am dringlichsten gebraucht wird."

LAV BW/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tabuerkrankungen: Peinlich gibt’s nicht!

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um das Thema Blasenschwäche.

Luftverschmutzung verkürzt das Leben

Dreckige Luft könnte ein noch größeres Gesundheitsrisiko als Tabakrauchen sein.

Masernausbruch in Niedersachen

Nicht alle Eltern lassen ihre Kinder impfen - mit gefährlichen Folgen.

Sichere Medikamente für Senioren

Wie Apotheker helfen, arzneimittelbezogene Probleme dieser Patientengruppe zu vermeiden.

Gürtelrose-Impfung wird Kassenleistung

Senioren ab 60 Jahren wird empfohlen, sich gegen Gürtelrose impfen zu lassen.

Kein Kaffee vor dem Blutdruckmessen

Einige Dinge können die Werte verfälschen, erklärt ein Apotheker.

Vor der Reise: Impfpass checken

Auch Standardimpfungen sollten vollständig sein, rät ein Apotheker.

Cannabis auf Rezept: Nachfrage steigt

Die Zahl der ausgestellten Rezepte hat sich seit 2017 verdreifacht.

NAI vom 1.3.2019: Endlich schöne Haut

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie alles über die richtige Pflege für jeden Hauttyp.

Reizdarm wird oft falsch behandelt

Häufig kommen Maßnahmen und Medikamente zum Einsatz, die fraglich sind.

Mehr IGeL-Leistungen für Gutverdiener

Ärzte bieten manchen Patienten häufiger Selbstzahler-Leistungen an als anderen.

Patienten verstehen ihren Arzt häufig nicht

Viele Patienten wissen nicht genau, was sich hinter medizinischen Fachbegriffen verbirgt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen