Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik 20.000 Ebola-Kranke bis November?

Aktuelles

Mitarbeiterin des Roten Kreuzes in Guinea spricht mit Frauen und Kindern.

Freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Guinea gehen von Tür zu Tür, um die Bevölkerung über die Ebola-Erkrankung zu informieren.
© CDC

Mi. 24. September 2014

Ebola: WHO spricht von 20.000 Infizierten bis November

Neun Monate ist es jetzt her, seit die ersten Ebola-Fälle in West-Afrika auftraten. Schon jetzt ist die Epidemie die schlimmste, die es je gab. Sollte sich an den jetzigen Maßnahmen nichts ändern, prognostiziert ein Experten-Team der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nichts Gutes.

Für ihre Einschätzung hatten die WHO-Forscher versucht, möglichst alle erhältlichen Daten zusammenzutragen und daraus zu berechnen, wie sich die Ebola-Epidemie in den kommenden Wochen und Monaten voraussichtlich entwickeln könnte. Ihr Ausblick, insbesondere für Guinea, Liberia und Sierra Leone, ist düster: Die Krankheit breitet sich demanch viel schneller aus als bisher gedacht. Aus ihren Berechnungen schließen die Experten, dass die Zahl infizierter Menschen schon Anfang November auf über 20.000 ansteigen wird. Bis Mitte September waren 4.507 Ebola-Fälle beziehungsweise Verdachtsfälle gemeldet worden, knapp 2.300 Infizierte waren an der Virus-Erkrankung gestorben.

Schon so sei die aktuelle Ebola-Epidemie größer als alle vorherigen Krankheitsausbrüche zusammen, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine. Die tatsächliche Zahl infizierter Menschen und Todesfälle liege jedoch mit Sicherheit noch sehr viel höher. Es gebe zahlreiche Berichte von Menschen mit entsprechenden Symptomen, die sich nicht behandeln ließen, von Diagnosen, die nicht in nationale Datenbanken aufgenommen wurden oder von Verstorbenen, bei denen zwar ein Ebola-Verdacht bestanden habe, die aber ohne genauere Diagnose begraben wurden.

Nur mit einer frühzeitigen Diagnose, der Ermittlung von Kontaktpersonen, Isolierung der Patienten, genügend Krankenhausbetten und -personal sowie sicheren Bestattungen sei es möglich, die Ebola-Ausbreitung zu stoppen. Ohne eine deutliche Verbesserung der Kontrollmaßnahmen und der Entwicklung effektiver Medikamente bestehe die Gefahr, dass die Zahl der Ebola-Toten auf Tausende pro Woche ansteigen könnte, warnen die Wissenschaftler. Auf lange Sicht könnte Ebola in den betroffenen Ländern sogar zum Dauerzustand werden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Social distancing: Was wirkt am besten?

Eine Schätzung gibt an, welche Maßnahmen die Corona-Ausbreitung am stärksten reduzieren.

Italien: Warum so viele Covid-19-Tote?

Italienische Wissenschaftler haben mögliche Ursachen für die hohe Sterberate ermittelt.

Corona: Impfung gegen Pneumokokken

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist der wichtige Impfstoff knapp. Nur Risikopatienten sollen aktuell geimpft werden.

5 Tipps für das Homeoffice

Diese Tipps helfen dabei, den heimischen Arbeitsplatz richtig einzurichten.

Keine Scheu vor dem Notruf 112

Auch während der aktuellen Corona-Krise ist die Notfallversorgung gesichert.

Covid-19: Kein Vergleich zur Grippe

SARS-CoV-2 ist ansteckender und verursacht schwerere Krankheitsverläufe als die Grippe.

Vorsichtsmaßnahmen in Apotheken

Was müssen Patienten aktuell wissen, bevor sie eine Apotheke betreten?

Coronavirus: Risiko für Allergiker?

Heuschnupfen erhöht das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf nicht.

So ernährt sich Deutschland

Wie viel Alkohol und Fast Food gegessen wird, hängt offenbar auch davon ab, wo man lebt.

Arzneimittelversorgung bleibt gesichert

Trotz Corona-Epidemie bleiben Apotheken geöffnet und die Versorgung gesichert.

Coronavirus: Fake News zu Ibuprofen

In sozialen Netzwerken wird verbreitet, Ibuprofen verstärke Symptome des Coronavirus.

Alles gegen Kopfschmerzen

Wie sich Kopfschmerz-Arten unterscheiden und was dagegen hilft, verraten wir in der aktuellen Ausgabe der neuen Apotheken Illustrierten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen