Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Medizin-Nobelpreis für Orientierungssinn

Aktuelles

Mutter zeigt Sohn den Weg mit Karte.

Um sich zu orientieren, nutzt das Gehirn bestimmte Zellen als "Karte" und "Koordinatensystem". Eine Entdeckung, die jetzt mit dem Nobelpreis geehrt wurde.
© nadezhda1906 - Fotolia

Mo. 06. Oktober 2014

Medizin-Nobelpreis für Entdeckungen zum Orientierungssinn

Die Gewinner des diesjährigen Medizin-Nobelpreises heißen John O´Keefe sowie May-Britt und Edvard Moser. Die Hirnforscher werden für ihre Entdeckungen zum Orientierungssinn des Menschen geehrt, gab das Nobel-Komitee heute in Stockholm bekannt.

Anzeige

Wie weiß der Mensch, wo er ist, und wie findet er seinen Weg von einem Ort zum anderen? Die diesjährigen Gewinner des Nobelpreises für Medizin haben eine Art inneres Navigationssystem entdeckt, das die Orientierung im Raum ermöglicht. Bereits 1971 fand der US-Amerikaner O´Keefe bei Versuchen mit Ratten heraus, dass in einem Hirnbereich, der Hippocampus genannt wird, je nach Position des Versuchstieres im Raum, jeweils andere Nervenzellen aktiviert sind. Er schloss daraus, dass diese "Ortszellen" eine Art Karte bilden.

Im Jahr 2005 entdeckte das norwegische Ehepaar Moser eine weitere Schlüsselkomponente dieser inneren Landkarte. Sie fanden Nervenzellen, die ein Koordinatengitter zur Orientierung erzeugten. In weiteren Forschungen verknüpften sie ihre und O´Keefes Ergebnisse. Sie zeigten, wie die Orts- und die Gitterzellen es zusammen ermöglichen, sich zu orientieren und zu navigieren. "Damit haben die Wissenschaftler ein Problem gelöst, das Philosophen und Naturwissenschaftler gleichermaßen seit Jahrhunderten beschäftigte", sagte das Nobel-Komitee.

John O´Keefe arbeitet zurzeit am University College London, England. Das Ehepaar Moser forscht in Trondheim, Norwegen.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Essstörungen häufiger bei Typ-1-Diabetes

Gerade junge Frauen sind häufig betroffen, warnen Experten.

Hunde halten ihre Besitzer gesund

In der aktuellen Ausgabe der Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um das Thema „Gesund mit Hund“.

Weniger Softdrinks: Das hilft wirklich

Höhere Preise auf süße Getränke ist nur eine von mehreren sinnvollen Maßnahmen.

Verseuchte Lebensmittel in Europa

Verunreinigte Lebensmittel sorgen in der EU jedes Jahr für Millionen Erkrankungen.

Lieferengpässe bei Arzneimitteln bekämpfen

Gemeinsam wollen Pharmazeuten in Europa gegen Engpässe bei Medikamenten vorgehen.

Shisha: Gefahren werden unterschätzt

Wasserpfeifen können der Lunge noch stärker schaden als übliche Zigaretten.

Eltern geben Apotheken Bestnoten

Mütter und Väter sind sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Apotheke vor Ort.

Alkohol sorgt für viele Fehltage im Job

Wer häufig Alkohol trinkt, fällt im Job öfter aus, kommt zu spät oder ist unkonzentriert.

Abnehm-Pillen für Teenager gefährlich

Manche Nahrungsergänzungsmittel eignen sich für Kinder und Jugendliche nicht.

Juckreiz: Kühlen und wenig kratzen

Wie sich chronischer Juckreiz am besten behandeln lässt, erklärt ein Experte.

Gut durch die Wechseljahre

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles die Wechseljahre.

Herzinfarkt: Gefährliches Zögern

Forscher fanden zwei Gründe, warum Menschen mit Herzinfarkt zu lange warten, bis sie den Notarzt rufen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen