Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Kassen sollen OTC-Mittel zahlen

Aktuelles

Apothekenszene: rechts junge Frau, lange, blonde Haare, graurot gestreifte Mütze und Schal, lächelnd, am linken Bildrand Apothekerin von seitlich hinten, eine Flasche Hustensaft in der Hand

Die meisten rezeptfreien Medikamente, z.B. Hustenmittel, werden für Erwachsene von der Kasse nicht bezahlt.
© pix4U - Fotolia

Di. 28. Oktober 2014

Selbstmedikation: Kassen sollen Mittel wieder zahlen

Die Krankenkassen sollen zukünftig wieder grundsätzlich die Kosten für Selbstmedikations-Arzneimittel übernehmen. So lautet eine Forderung von Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein.

Anzeige

Wie der Apotheker gestern auf einer Veranstaltung des Verbandes in Düsseldorf informierte, gibt es zwei Gründe, die für diesen Wunsch sprechen. Zum einen sei dies wichtig für die Wertigkeit dieser Medikamente. Zum anderen dürften die Versicherten zu Recht davon ausgehen, dass die Kassen alles Notwendige bezahlen und sie optimal versorgt werden. Dazu gehören laut Preis auch die rezeptfreien Mittel, die sogenannten OTC-Medikamente. "Die Menschen können erwarten, dass die Präparate nicht aus rein fiskalischen Gründen ausgeschlossen werden." Preis verwies auch auf Unterstützung aus der Politik. Er begrüßte eine Aussage der nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) aus dem Vorjahr, in der sie betonte, dass sie es für falsch hält, dass Selbstmedikations-Arzneimittel grundsätzlich nicht mehr verordnet werden dürfen.

Rückendeckung erhielt Preis vom Gesundheitsökonom Professor Dr. Uwe May und Patientenvertreter Dr. Andreas Reimann, stellvertretender Vorsitzender der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen. May ist der Überzeugung, dass die Einspareffekte nicht unbedingt dahin wären, wenn OTC-Medikamente wieder von den Krankenkassen erstattet würden. Aus Sicht von Reimann hat sich der GKV-Ausschluss der OTC-Mittel im Jahr 2004 nicht bewährt. Trotz der Ausnahmeliste seien viele chronisch Kranke, zum Beispiel Mukoviszidose-Patienten, sehr stark finanziell belastet durch den Ausschluss dieser Mittel, so der Patientenvertreter.

SS

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

NAI vom 15.1.2019: Rückenleiden

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Rückenleiden.

Abgelaufene Medizin aussortieren

Nach Ablauf des Verfallsdatums dürfen Medikamente nicht mehr verwendet werden.

Ernährung: Hauptsache lecker

Das ist den Deutschen laut Ernährungsreport 2019 beim Essen am wichtigsten.

Hilfe bei der OP-Entscheidung

Operation ja oder nein? Wie Patienten die für sie richtige Entscheidung finden.

Zuzahlungsbefreiung jetzt beantragen

Übersteigt die jährliche Zuzahlung 2 Prozent des Bruttoeinkommens, greift die Befreiung.

Gute Vorsätze im Job leichter umsetzen

Für berufliche Neujahrsvorsätze ist der Glaube an die eigene Willenskraft ein entscheidender Faktor.

NAI vom 1.1.2019: Die Wahrheit über Zucker

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Zucker.

Jahresrückblick: Die Top 10 von aponet.de

Das sind die meistgelesenen Meldungen des Jahres 2018 auf aponet.de.

Demenz hat sich seit 1990 verdoppelt

Ein großer Teil der Erkrankungen wäre durch einen gesunden Lebensstil vermeidbar.

Wenig Alkohol schützt vor Klinik-Aufenthalt

Ein Glas pro Tag schützt offenbar besser als übermäßiges Trinken oder Abstinenz.

Junge Erwachsene sind oft einsam

Solche Gefühle kennen nicht nur alte Menschen, sondern Erwachsene in fast jedem Lebensalter.

Zuzahlungsbefreiung jetzt neu beantragen

Hier erfahren Sie, ob Sie sich auch von der Zuzahlung für Medikamente befreien lassen können.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen