Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Flüchtlingskinder unzureichend versorgt

Aktuelles

Porträtfoto afghanisches Mädchen

Zu den Grundrechten eines jedes Kindes gehört laut UN-Kinderrechtskonvention "das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit".
© Tracy Whiteside - Fotolia

Do. 20. November 2014

Gesundheitsversorgung von Flüchtlingskindern unzureichend

In Deutschland besteht keine ausreichende gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingsfamilien. Darauf verweisen Bundesärztekammer (BÄK) und weitere Verbände und Organisationen der Kinder- und Jugendmedizin anlässlich des 25. Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention am 21. November 2014.

Anzeige

Die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien sei jedoch reduziert auf Notfallerkrankungen, also lediglich auf die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände, so die BÄK. Das Recht eines Kindes auf körperliche Unversehrtheit umfasst darüber hinaus nach Meinung der kinderärztlichen Experten auch den Schutz vor durch Impfung zu verhütende Erkrankungen. Kindern und Jugendlichen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus müsse jedoch eine gute Gesundheitsversorgung ermöglicht werden. Die UN-Kinderrechtskonvention nennt "das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit" als ein Grundrecht jedes Kindes.

Experten aus der Kinder- und Jugendmedizin fordern daher zusammen mit der Bundesärztekammer eine generelle - und nicht nur den Notfall betreffende - Regelung für die medizinische Versorgung von Flüchtlingen. Als Lösungsansatz schlagen sie vor, eine Krankenversicherungskarte für Asylsuchende auszugeben, ähnlich wie im sogenannten Bremer Modell. Das vereinfache den Zugang zur medizinischen Versorgung.

Beim Bremer Modell wird Flüchtlingen niedrigschwellige medizinische Basisversorgung bereitgestellt. Bei unklaren Krankheitsbildern, bei chronischen oder anderen schwerwiegenden Erkrankungen vermitteln die Ärzte des Gesundheitsprogramms in das allgemeine ambulante und stationäre medizinische Versorgungssystem.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Apotheken brauchen Planungssicherheit

Um Innovationen zu fördern, fordern Apotheker klare ordnungspolitische Eckpfeiler.

Arbeitsweg: Pendeln belastet die Psyche

Ein langer Weg zum Arbeitsplatz geht oft mit psychischen Erkrankungen einher.

Masern: Viele Kinder sind nicht geschützt

Neue Zahlen zeigen, dass es in Deutschland immer noch Nachholbedarf gibt.

Lieber krank werden als zum Impfen?

Beim Thema Impfen haben viele Eltern riskante Wissenslücken.

Väter bleiben häufiger beim kranken Kind

Der Anteil an Vätern, die mit ihrem Kind zu Hause bleiben, hat sich seit 2007 verdoppelt.

Senioren: Angst vor Alzheimer ist groß

Mehr als jeder zweite Senior fürchtet sich vor dem Gedächtnisverlust.

NAI vom 15.4.2018: Heuschnupfen

Im Titelbeitrag der aktuellen Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Heuschnupfen.

Hausapotheke regelmäßig ausmisten

Abgelaufene Medikamente sind oft nicht mehr wirksam.

Lesertelefon: Parkinson-Therapie

Experten klären zum Welt-Parkinson-Tag über die Behandlung der Krankheit auf.

Stress: Jeder Zweite fürchtet Burn-out

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch Termindruck und Überstunden sehr gestresst.

Kassen zahlen bald Vierfach-Impfstoff

Dieser kann der Grippe besser vorbeugen als der bislang häufig verwendete Dreifach-Impfstoff.

2017: Über 2200 Behandlungsfehler

Gutachter haben für das vergangene Jahr 2.213 ärztliche Behandlungsfehler bestätigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Signia geht im April auf Innovationstour

ABDAUnglaublich, was ein Hörgerät heute alles kann. Nicht mehr nur Medizinprodukt, sondern kleines Technikwunder. Erleben Sie die Innovationen rund um das Thema Hören im April live in Ihrer Stadt.

Lesen Sie hier mehr!

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen