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Günter Jauch, Moderator der gleichnamigen ARD-Talkshow, und Dunja Hayali, Moderatorin, im Gespräch

Zuschauer schätzen männliche Moderatoren deutlich kompetenter, sympathischer, glaubhafter und humorvoller ein. Moderatorinnen wirken dagegen attraktiver und jünger als ihre männlichen Kollegen. Hier im Bild: Günter Jauch, Moderator der gleichnamigen ARD-Talkshow, und sein Gast, die Moderatorin Dunja Hayali.
© picture alliance / Karlheinz Schindler

Di. 25. November 2014

TV-Moderatoren: am liebsten männlich

Mehr als drei Stunden verbringen Deutsche täglich vor dem Fernseher. Doch für wie glaubwürdig und kompetent halten sie eigentlich die Personen, die die Nachrichtensendungen, Shows oder Gesprächsrunden moderieren? Geschlechterklischees spielen bei der Bewertung nach wie vor eine große Rolle, fanden Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) heraus.

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Der ideale Moderator sollte unabhängig vom Sendeformat kompetent, durchsetzungsstark, sympathisch und glaubhaft sein – vor allem aber männlich. Das ergab die Befragung von über 1000 Personen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren. Das galt besonders für Moderatoren von Sportsendungen, die zudem noch emotional und humorvoll sein sollten. Diese beiden Eigenschaften standen auch auf der "Wunschliste" für Moderatoren von Unterhaltungsshows, während sie für Polittalks und Nachrichtensendungen eine geringere Rolle spielten.

Die Wissenschaftler wollten darüber hinaus wissen, wie Zuschauer bekannte Moderatorinnen und Moderatoren wahrnehmen. Dabei wurden männliche Moderatoren deutlich kompetenter, sympathischer, glaubhafter und humorvoller eingeschätzt. Moderatorinnen wirkten dagegen attraktiver und jünger als ihre männlichen Kollegen. "Wir konnten zeigen, dass die allgemein wahrgenommenen Geschlechtsunterschiede besonders stark bei Unterhaltungsshows ausgeprägt waren", ergänzt die Studienleiterin Professor Isabell Welpe, Inhaberin des TUM-Lehrstuhls für Strategie und Organisation.

Die Studie zeige, dass in der deutschen Medienlandschaft geschlechtsspezifische Stereotypen noch immer eine sehr große Rolle spielen, fasst Welpe zusammen. Es sei deshalb Aufgabe der Medien, diese Rollenklischees – auch bei der Wahl von Sendungsart und -themen – weiter aufzubrechen.

RF

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