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Apotheker berät jüngere Frau (Rücken und Halbprofil sichtbar), zeigt mit Finger auf Arzneimittelschachtel

Apotheker beraten Patientinnen auch bei rezeptfreien Notfall-Verhütungsmitteln so, dass eine größtmögliche Arzneimittelsicherheit gewährleistet ist.
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Mi. 26. November 2014

Apotheker beraten intensiv zur "Pille danach" – auch ohne Rezeptpflicht

Die "Pille danach" mit dem Wirkstoff Ulipristal könnte in Deutschland bald rezeptfrei erhältlich sein (aponet.de berichtete). Die deutschen Apotheker gewährleisten auch für diesen Fall eine größtmögliche Arzneimittelsicherheit. Das hat die Bundesapothekerkammer (BAK) noch einmal betont.

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Dr. Andreas Kiefer, Präsident der BAK, teilt mit: "Selbstverständlich beraten wir die Patientinnen auch bei rezeptfreien Notfall-Verhütungsmitteln so, dass eine größtmögliche Arzneimittelsicherheit gewährleistet ist. Die Apotheker übernehmen Verantwortung dafür, dass Medikamente nicht missbräuchlich angewendet werden."

Hintergrund ist die aktuelle Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA, nach der die "Pille danach" mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat europaweit in den Apotheken ohne ärztliches Rezept erhältlich sein soll. Sollte die EU-Kommission der Empfehlung folgen und die Rezeptpflicht EU-weit aufheben, könnte dies auch in Deutschland gelten. Die Bundesapothekerkammer hatte sich bereits 2013 dafür ausgesprochen, die "Pille danach" mit dem Wirkstoff Levonorgestrel aus der Rezeptpflicht zu entlassen. Dagegen sperrten sich bislang jedoch viele Politiker, vor allem aus der CDU.

Für BAK-Präsident Kiefer ist klar: "Ohne Rezeptplicht könnten wir unseren Patientinnen noch schneller weiterhelfen. In den wohnortnahen Apotheken mit ihrem niedrigschwelligen und flächendeckenden Nacht- und Notdienst erhalten Frauen die 'Pille danach' umgehend." Die Wirkung der "Pille danach" ist umso sicherer, je früher sie eingenommen wird. Sie ist allerdings nur für den Notfall gedacht und kann andere Verhütungsmethoden nicht ersetzen. Notfall-Verhütungsmittel mit Ulipristal können bis zu 120 Stunden nach dem ungeschützten Sex oder dem Versagen anderer Verhütungsmittel eingenommen werden. Es bietet aber ebenso wie andere Verhütungsmittel keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Schwangerschaft.

BAK/PZ/FH

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