Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Patienten zahlen so häufig zu wie noch nie

Aktuelles

Bildausschnitt: Frauenhand 10 Euro und rotes Rezept in rechter Hand, Arzneimittelschachtel in der linken, rotes Kleid mit weißem Muster etwas unscharf zu sehen

Patienten müssen bei Generika so häufig zuzahlen wie noch nie.
© pix4U - Fotolia

Do. 27. November 2014

Zuzahlungen bei Generika so häufig wie nie

Gesetzlich Krankenversicherte mussten noch nie so oft wie heute Zuzahlungen für Nachahmer-Präparate, sogenannte Generika, leisten. Das hat der Verband der Generika- und Biosimilar-Unternehmen Pro Generika auf Basis von aktuellen Auswertungen eines Marktforschungsunternehmens festgestellt.

Anzeige

Diesen Auswertungen zufolge lag der Anteil der zuzahlungsbefreiten Generika im Herbst 2007 noch bei 30 Prozent. Seit Jahren sei jedoch ein steter Rückgang zu beobachten. Im September 2014 wurde mit 6,9 Prozent der niedrigste Stand seit Einführung der Zuzahlungsbefreiung erreicht, heißt es.

Arzneimittelhersteller haben laut Pro Generika grundsätzlich die Möglichkeit, die Patienten von der Zuzahlung zu entlasten, wenn sie ihre Preise um 30 Prozent unter den vom GKV-Spitzenverband festgelegten Festbetrag senken. Allerdings bleibe vielen Generika-Unternehmen hierzu kein Spielraum, da die regelmäßige Senkung der Festbeträge durch den Spitzenverband dem entgegenstehen würde.

Welche Medikamente derzeit von der Zuzahlung befreit sind, können Patienten der Zuzahlungsbefreiungsliste von aponet.de entnehmen.

Davon profitierten vor allem die Kassen, so Pro Generika. Schließlich würden durch die Absenkung der Festbeträge die Erstattungspreise für Generika sinken und obendrein würden die Patienten zur Zuzahlung aufgefordert. Pro Generika zufolge wird zum Beispiel bei einer Packung des Cholesterinsenkers Simvastatin – für die der Hersteller gemäß Festbetrag maximal 0,76 Euro erstattet bekommt – ohne Berücksichtigung zusätzlicher Rabatte aus Rabattverträgen – eine Patientenzuzahlung von fünf Euro fällig.

PZ/YS

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wann darf der Arzt Cannabis verordnen?

Das neue Gesetz legt fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssen.

Was Freiberuflichkeit bedeutet

Apotheker sind zwar keine Beamten, müssen aber viele staatliche Aufgaben erfüllen.

Apotheker begrüßen neues Cannabisgesetz

In Zukunft wird medizinisch notwendiges Cannabis wie andere Arzneimittel behandelt.

Apotheker benennen Patientenbeauftragten

Berend Groeneveld koordiniert u.a. die Kontakte zwischen Apotheken und Selbsthilfegruppen.

NAI vom 15.01.2017: Gesichter der Allergie

Im Titelbeitrag lesen Sie mehr über Ursachen und Therapie von Hautallergien.

Apotheke vor Ort ist nicht zu ersetzen

Nach Aufhebung der Preisbindung für ausländische Versender ist diese Infrastruktur gefährdet.

Kassen könnten Patienten entlasten

Es wären genug Überschüsse vorhanden, um die Zuzahlungen zu erlassen.

Essen: Gesund kommt vor lecker

Eine aktuelle Studie zeigt, was den Deutschen beim Thema Ernährung wichtig ist.

"Apotheke ist nah am Patienten"

In einem Kurzfilm macht sich CDU-Politiker Wolfgang Bosbach für die Apotheke vor Ort stark.

Jeder Achte hat E-Zigaretten probiert

Regelmäßige Nutzer sind vor allem Tabakraucher und Ex-Raucher.

Impfung: Große regionale Differenzen

In Teilen von Deutschland bestehen nach wie vor Impflücken.

Neue Arzneimittel oft ohne Zusatznutzen

Jedes dritte neue Medikament hat keine Vorteil gegenüber bekannten Präparaten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen