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Frau führt Herzdruckmassage bei einem liegenden Mann durch.

Die Wiederbelebung bleibt auf jeden Fall Teil der verkürzten Erste-Hilfe-Kurse. Darauf haben sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe und die Berufsgenossenschaften im September 2014 geeignet.
© ASB-Bundesverband

Di. 16. Dezember 2014

Erste-Hilfe-Kurse werden kürzer

Ab dem 1. April 2015 verkürzt sich die Erste-Hilfe-Ausbildung in Deutschland grundlegend. Darauf weist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hin. Die Änderung betrifft die Erste-Hilfe-Grundausbildung sowie die Schulung für betriebliche Ersthelfer.

Die Kurse werden von ursprünglich 16 Unterrichtseinheiten auf neun Unterrichtseinheiten reduziert. Um eine Unterrichtsstunde verlängert wird hingegen der Auffrischungskurs. Er umfasst nun ebenfalls neun Unterrichtseinheiten. "Die Änderungen werden massive Konsequenzen für die Erste Hilfe haben", betont ASB-Bundesarzt Dr. Georg Scholz. "Die Kürzung der Erste-Hilfe-Ausbildung von zwei auf einen Unterrichtstag führt hoffentlich dazu, dass mehr Menschen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen werden." Unklar ist noch, ob auch der Kurs "Lebensrettende Sofortmaßnahmen" für Führerscheinanwärter von der Änderung betroffen sein wird. Darüber wird das Bundesverkehrsministerium voraussichtlich Anfang Januar 2015 entscheiden.

Hintergrund der Kürzung ist, dass viele Erste-Hilfe-Maßnahmen, z.B. die Herz-Lungen-Wiederbelebung, im Laufe der Jahre vereinfacht wurden. Außerdem haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Kursteilnehmer nachhaltiger Erste Hilfe lernen, wenn sich die Kurse auf die Vermittlung wesentlicher Inhalte beschränken. Die neue Erste-Hilfe-Ausbildung startet deshalb ab dem 1. April 2015 in abgespeckter Form. Erhalten bleiben auf jeden Fall die Wiederbelebung, die Wundversorgung und das Einsetzen des Automatisierten Externen Defibrillators (AED).

RF

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