Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Selbsttests ersetzen keinen Arzt

Aktuelles

Junges Paar schaut gespannt auf einen Schwangerschaftstest.

Schwanger oder nicht? Der Test gibt einen ersten Anhaltspunkt. Aber erst nach dem Arztbesuch ist die freudige Nachricht wirklich sicher.
© Mirko Raatz - Fotolia

Fr. 19. Dezember 2014

Selbsttests ersetzen keinen Arzt

Sich selbst zu testen, gehört für viele Menschen zur Gesundheitsvorsorge. Durch das Messen von Blut- oder Harnproben kann man zu Hause verschiedene Körperfunktionen überprüfen. Ein Selbsttest ersetze jedoch keine ärztliche Diagnose, sagt Gabriele Overwiening, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer.

Anzeige

"Die selbst erhobenen Messwerte können helfen, mögliche Krankheitsrisiken zu erkennen oder den Verlauf einer Krankheit zu kontrollieren", erklärt Overwiening. In der Apotheke würden Patienten auch dazu beraten, bei welchen Testergebnissen eine ärztliche Untersuchung erforderlich sei. Es gibt inzwischen Schnelltests für sehr viele Krankheiten. Aber nicht jeder Test eignet sich für den Einsatz ohne ärztlichen Rat, weil die Interpretation der Testergebnisse oft schwierig ist. Hinzu kommt: Die Sicherheit von Selbsttests wird vielfach überschätzt. Ist ein Test zu 99 Prozent sicher, bedeutet das umgekehrt, dass bei einer von hundert Testpersonen ein falsches Ergebnis angezeigt wird.

Für alle Selbsttests ist es wichtig, das Probenmaterial Blut oder Harn richtig zu gewinnen. Wenn man Blut braucht, sticht man sich am besten seitlich in das äußerste Fingerglied. Dazu vorher die Hände waschen und abtrocknen. Herumdrücken am Finger, damit sich der Blutstropfen schneller bildet, kann die Messwerte verfälschen, denn dadurch gelangt Gewebewasser in den Blutstropfen. Das Blut wäre dann verdünnt und der Messwert zu niedrig. Untersucht man seinen eigenen Harn, braucht man den sogenannten Mittelstrahl-Harn. Dieser wird gewonnen, indem die erste Portion des Harns nicht verwendet, sondern nur der mittlere Anteil des Harns in einem Becher aufgefangen wird. So vermeidet man, die Harnprobe mit Blut oder Bakterien zu verunreinigen.

BAK/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Khedira: OP wegen Herzrhythmusstörung

Bei dem Fußballprofi wurde eine Katheterablation durchgeführt.

Viele Kassen erstatten Folsäure & Co

Vor allem Schwangere profitieren von den Satzungsleistungen vieler Krankenkassen.

Künstliche Intelligenz in der Apotheke

Eine Expertin erläutert, welche Chancen sie künftig für die Apotheke vor Ort sieht.

FSME-Risikogebiet in Niedersachsen

Der Norden Deutschlands galt bisher noch nicht als Gebiet, in dem Zecken diese Erkrankung übertragen.

Brexit könnte Leben kosten

Wissenschaftler befürchten, dass sich die Ernährung auf der Insel drastisch verschlechtert.

Penicillin-Allergie seltener als vermutet

Experten raten Betroffenen daher, sich bei einem Allergologen testen zu lassen.

12 Millionen Diabetiker in 2040?

Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten stark ansteigen wird.

Das ist die Nummer 1 der Todesursachen

In Deutschland sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Medikamente werden noch sicherer

Ab 9. Februar müssen Medikamente zusätzliche Sicherheitsmerkmale tragen.

Zahl der Apotheken sinkt weiter

Im vergangenen Jahr hat beinahe jeden Tag eine Apotheke geschlossen.

30 Millionen Grüne Rezepte ausgestellt

Seit 15 Jahren erhalten Kassenpatienten in der Arztpraxis immer häufiger ein Grünes Rezept.

Schneeschippen ist für Herzpatienten riskant

Durch die Kälte kann Schneeschippen in einigen Fällen sogar lebensgefährlich sein.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen