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Ältere Frau sitzt bei ihrem Hausarzt und erzählt

Durch das Medikationsmanagement bindet der betreuende Arzt den Patienten stärker in die Therapie ein.
© Jeanette Dietl - Fotolia

Mo. 22. Dezember 2014

Modellprojekt ARMIN: 2015 startet die dritte Phase

Im April 2014 startete die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen "ARMIN". Die ersten beiden Module des Modellprojekts – Wirkstoffverordnung und Medikationskatalog – werden bereits erfolgreich in der Praxis umgesetzt. Im Jahr 2015 wird das Vorhaben nun mit dem dritten Modul, dem Medikationsmanagement, komplettiert.

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Das Medikationsmanagement wird ab dem 1. Quartal 2015 in eine Pilotierungsphase treten. Sobald diese abgeschlossen ist und das Datenschutzgütesiegel vorliegt, wird es für Versicherte der AOK PLUS möglich sein, sich in das Projekt einzuschreiben und einen teilnehmenden Arzt sowie eine teilnehmende Apotheke als Betreuungsteam zu wählen.

Zunächst werden dann in einem ausführlichen Gespräch in der betreuenden Apotheke die aktuell eingenommenen Medikamente erfasst. Es folgt ein intensives Beratungsgespräch mit dem betreuenden Arzt zur weiteren Arzneimitteltherapie. Danach erhält der Patient einen Medikationsplan. Dieser wird durch den Arzt und Apotheker ständig aktualisiert und dem Patienten auf Wunsch ausgehändigt.

Das Medikationsmanagement ist vor allem für chronisch kranke Patienten von Vorteil, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen. Bei ihnen soll zum einen die Einnahmetreue gefördert werden. Zum anderen erfahren die Patienten mehr über ihre Arzneimittel und deren Anwendung. Der betreuende Arzt bindet den Patienten stärker in die Therapie ein. Die betreuende Apotheke prüft die Gefahr möglicher Wechselwirkungen und kümmert sich um Probleme bei der Anwendung von Arzneimitteln.

FH

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