Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Apotheker starten "PRIMA"-Projekt

Aktuelles

Apothekerin sitzend, Laptop vor sich, ein Blatt Papier in der Hand, lächelt in die Kamera, Arzneifläschchen am linken Bildrand

Der Medikationsplan der Patienten soll in Zukunft elektronisch erstellt werden.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Do. 29. Januar 2015

Apotheker starten Projekt zum elektronischen Medikationsplan

Medikationspläne für Patienten könnten in Zukunft elektronisch und von Arzt und Apotheker gemeinsam erstellt werden. Um das im Arbeitsalltag von Ärzten und Apothekern zu erproben und in die Abläufe zu integrieren, hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ein Projekt gestartet.

Anzeige

Unter dem Namen "PRIMA" (Primärsystem-Integration des Medikationsplans mit Akzeptanzuntersuchung) soll das Projekt in Sachsen und Thüringen für eine Dauer von zwei Jahren laufen. Partner sind die Apothekerverbände und Kassenärztlichen Vereinigungen in Sachsen und Thüringen, die Krankenkasse AOK PLUS, die Kassenärztliche Bundesvereinigung sowie die Freie Universität Berlin. Außerdem fördert das Bundesgesundheitsministerium (BMG) das Projekt finanziell, ebenso wie eine bereits gestartete Voruntersuchung, bei der Patienten befragt werden, wie lesbar und verständlich sie den Medikationsplan finden. Der Medikationsplan soll eine individuelle, leicht verständliche Auflistung aller Medikamente enthalten, die der Patient einnimmt.

Ein Hauptproblem bei der Umsetzung eines elektronischen Medikationsplanes seien die unterschiedlichen Computersysteme, die von den Heilberuflern genutzt werden. "Wenn Arzt und Apotheker eine gemeinsame technische Basis hätten, würde das die Akzeptanz des Medikationsplans erhöhen", sagte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. "Bislang sind die Softwareanbieter bei der Entwicklung noch zurückhaltend – PRIMA wird für Rückenwind sorgen und Vorbehalte abbauen."

Die Ergebnisse von PRIMA sollen in das ABDA-KBV-Modell (ARMIN) in Sachsen und Thüringen einfließen. Das Ziel von ARMIN ist, ein berufsgruppenübergreifendes Medikationsmanagement einzuführen und die Effekte der strukturierten Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern zu untersuchen. Ein gemeinsamer elektronischer Medikationsplan, wie er über PRIMA entwickelt wird, kann diese Zusammenarbeit vereinfachen.

ABDA/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Ärzte verschreiben häufiger Cannabis

Die Zahl der Verordnungen ist um 80 Prozent gestiegen.

Viele Senioren trinken regelmäßig Alkohol

Jüngere Menschen sind dagegen deutlich zurückhaltender.

7 Tipps: Mit Haustieren auf Reisen

Was bei Auto- und Flugreisen beachtet werden muss, erfahren Tierbesitzer hier.

Jeder zweite Raucher will aufhören

Gute Nachrichten: Vor allem jüngere Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören.

Urlaub: Jeder Dritte kann nicht abschalten

Für viele Deutsche bedeutet der Sommerurlaub nicht nur Erholung.

Arme Kinder sehen schlechter

Experten fordern eine bessere Vorsorge für Kinder aus sozial benachteiligte Familien.

Valproat-Risiko: neue Patientenkarte

Frauen im gebärfähigen Alter bekommen zusätzliche Hinweise zur Sicherheit.

Weniger Medikamente frei von Zuzahlung

Die Befreiungsquote von Rabattarzneimitteln sinkt kontinuierlich.

Zu viel Fett fördert Darmkrebs

Fettige Nahrung, steigert das Darmkrebsrisiko. Warum das so ist, zeigten amerikanische Forscher.

Hilft Dehnen gegen Sportverletzungen?

Eine neue Studie zeigt, dass andere Übungen Sportverletzungen besser vorbeugen können als sich zu dehnen.

Urlaub für pflegende Angehörige

Es besteht ein Anspruch auf Ersatzleistungen von der Pflegekasse.

Europäer trinken zu viel Alkohol

Dadurch steigt die Gefahr für Krebserkrankungen des Verdauungstrakts deutlich.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen