Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Zahl der Apotheken weiter rückläufig

Aktuelles

Apothekerin spricht mit Kunden.

In Deutschland gab es Ende 2014 noch 20.441 Apotheken.
© dondoc-foto - Fotolia

Di. 17. Februar 2015

Zahl der Apotheken auf niedrigstem Stand seit 1992

Die Zahl der öffentlichen Apotheken in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Mit 20.441 Einheiten hat sie Ende 2014 den niedrigsten Stand seit 1992 (20.350) erreicht, meldet die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Anzeige

Bei 384 Schließungen und 163 Neueröffnungen ergibt sich für 2014 ein Rückgang um 221 Apotheken gegenüber dem Vorjahr. Der Abwärtstrend, der seit dem Höchststand im Jahr 2008 (21.602 Apotheken) zu beobachten ist, hält damit an, hat sich aber abgeschwächt. Das zeigen die neuesten Berechnungen der ABDA auf Basis der von den Landesapothekerkammern gemeldeten Apotheken-Betriebserlaubnisse. Mit 25 Apotheken pro 100.000 Einwohner liegt die Apothekendichte in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von 31 Apotheken.

"Die Ursachen für den Rückgang der Apothekenzahl sind natürlich vielschichtig. Zwei Faktoren spielen aber eine große Rolle: Erstens gibt es einen harten Wettbewerb. Etwa ein Viertel der Apotheken ist in einer betriebswirtschaftlich schwierigen Situation. Dass die Apothekenhonorare 2014 konstant geblieben sind, die Personalkosten aufgrund von Tarifvertragsabschlüssen und der Lage am Arbeitsmarkt aber spürbar gestiegen sind, trägt dazu bei", sagte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. "Zweitens fehlt es niedergelassenen Apothekern und solchen, die über eine Niederlassung nachdenken, schlicht an Planungssicherheit. Sie brauchen verlässliche Perspektiven, um nötige Investitionen zu tätigen. Eine flächendeckende Rund-um-die-Uhr-Versorgung auf lange Sicht weiterhin zu garantieren, gelingt nur, wenn die wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen stimmen."

ABDA

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Diabetes: Müde nach dem Essen?

Das kann ein Warnzeichen sein, das besser nicht ignoriert wird.

Corona-Infektionen bei Jüngeren steigen

Experten warnen vor einer zweiten Welle, wenn die Zahlen weiter ansteigen.

Corona: Mit Schnupfen in die Schule?

Viele Eltern sind unsicher, bei welchen Symptomen ihr Kind zu Hause bleiben muss.

Schulstart: Masken ab Klasse 5 empfohlen

Experten empfehlen eine Maskenpflicht im Unterricht, wenn kein Abstand gehalten werden kann.

Fehler im Umgang mit Kindersitzen

Die Zahl der schweren Fehler im Gebrauch mit Babyschalen und Kindersitzen hat zugenommen.

Ärzte verschreiben zu oft riskante Pillen

Antibabypillen mit einem höheren Risiko für Thrombosen werden noch zu oft verordnet.

Viele Kinder werden zu spät geimpft

Eine große Auswertung zeigt: Kinder und Jugendliche haben bei fast allen Impfungen Defizite.

Covid-19: Viele sterben trotz Beatmung

Mehr als die Hälfte aller Patienten, die im Krankenhaus beatmet werden, versterben.

Corona-Test für Urlauber wird Pflicht

Wer aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland kommt, muss künftig einen Test machen.

Ärzte fordern Leber-Screening

Werden Leberschäden zu spät erkannt, hat das gefährliche Folgen.

Krätze breitet sich immer weiter aus

Vor allem der Norden Deutschlands ist betroffen, wie eine aktuelle Auswertung zeigt.

Amputationen bei Diabetes vermeiden

Ein neuer Fuß-Pass für Patienten mit Diabetes soll unnötige Amputationen verhindern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen