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Petrischale mit Deckel in bläulichem Licht

Eher zufällig entdeckte Alexander Fleming 1928 das Penicillin. In den Petrischalen, in denen er Bakterien anzüchtete, hatte sich Schimmel gebildet, der offenbar die Bakterien in Schach hielt.
© science photo - Fotolia

Mi. 11. März 2015

Antibiotika nach wie vor lebenswichtig

Heute ist der 60. Todestag von Sir Alexander Fleming, dem Entdecker des Penicillins. Antibiotika sind aus dem heutigen Arzneimittelschatz nicht mehr wegzudenken. "Früher kam eine Infektion oft einem Todesurteil gleich. Erst durch die Antibiotika hat sich das geändert", sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

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Der Entdecker des Penicillins wurde schon zu Lebzeiten mehrfach geehrt, unter anderem erhielt er 1945 den Nobelpreis für Medizin. Antibiotika sind nach wie vor lebenswichtig. Sie werden aber oft zu sorglos eingesetzt, weswegen sich zunehmend Resistenzen gegen die Wirkstoffe entwickeln – sie verlieren also ihre Wirksamkeit gegenüber Bakterien. "Antibiotika und andere Arzneimittel haben einen enormen Nutzen für die Menschen", sagt Arnold. Jeder könne durch sein eigenes Verhalten dazu beitragen, dass Antibiotika auch in Zukunft wirksam bleiben.

Derzeit gibt es rund 80 verschiedene Antibiotika, neue Wirkstoffe sind in der Entwicklung. Antibiotika und andere Arzneimittel sind, neben anderen Faktoren wie verbesserter Wasserqualität, Hygiene und Ernährung, ein Grund dafür, dass die Lebenserwartung in Deutschland deutlich gestiegen ist. 2010 lag die sie für Männer bei 78 und bei Frauen bei 83 Jahren. Hundert Jahre zuvor lebte ein Mann durchschnittlich nur 47, eine Frau 51 Jahre.

ABDA/RF

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