Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik "Pille danach" ohne Rezept wird begrüßt

Aktuelles

Beratungszene Apothekerin ca. Mitte 30 links, Hintergrund Apotheker, rechter Bildrand von hinten Frau mit Zopf

Seit Mitte März 2015 ist es möglich, in der Apotheke die sogenannte Pille danach ohne Rezept zu kaufen.
© Peter Atkins - Fotolia

Mo. 23. März 2015

Umfrage: Bundesbürger begrüßen rezeptfreie "Pille danach"

Dass die "Pille danach" jetzt ohne Rezept in der Apotheke erhältlich ist, beurteilen die meisten Deutschen positiv. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov. Etwa zwei von drei Befragten befürworten die Entscheidung.

Anzeige

63 Prozent der Befragten begrüßen die Entscheidung, die "Pille danach" ohne Rezept in Apotheken abzugeben. Etwa jeder Dritte (29 Prozent) steht ihr skeptisch gegenüber. Zwei Drittel der Bundesbürger (63 Prozent) halten ein dem Verkauf vorhergehendes Beratungsgespräch für notwendig. Doch so positiv die Befragten den Verkauf ohne Rezept sehen – sie wünschen sich strenge Regeln für den Umgang und Verkauf der Arznei. Nur etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) befürwortet den Onlineverkauf durch Internetapotheken. Damit liegt die Mehrheit auf Linie der Politik, die die Internetapotheken vom rezeptfreien Verkauf der Notfallpräparate ausschließt. Denn deren Wirkung ist nur dann ausreichend gewährleistet, wenn die Einnahme möglichst schnell nach dem Geschlechtsverkehr erfolgt. Zudem wird so ein Kauf auf Vorrat erschwert.

Mehr als 68 Prozent der Befragten halten die "Pille danach" für ein "wichtiges Arzneimittel". Dass die Freiverkäuflichkeit zu erhöhter sexueller Aktivität bei Jugendlichen führt, glauben vier von zehn Befragten (43 Prozent). Alarmierend ist, dass etwa jeder Siebte (15 Prozent) sagt, dass man mit ihr andere Verhütungsmittel ersetzen kann, obwohl dies nicht zu den Anwendungsbereichen gehört. Für die Studie wurden insgesamt 1021 Menschen zu ihrer Einstellung zum Thema "Pille danach" befragt.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Immer mehr Cannabis-Raucher sind über 50

Die Generation der Babyboomer steht der Droge offen gegenüber.

Resolution zum Versandhandel

Apotheker haben sich einstimmig gegen den Online-Handel mit rezeptpflichtigen Medikamenten ausgesprochen.

Verbrennung: Kinder besser schützen

Gerade zur Weihnachtszeit lauern zu Hause verschiedene Gefahrenquellen.

Syphilis-Erreger aus einer Quelle

Die heute vorherrschenden Bakterien haben sich nach 1950 aus einem Stamm entwickelt.

Apotheke am Ort hilft Palliativ-Patienten

Sie leistet einen wichtigen Beitrag in der zeitnahen Versorgung des Patienten.

NAI vom 1.12.2016: Frohe Weihnachten

Im aktuellen Titelbeitrag der Neuen Apotheken Illustrierten lesen Sie 24 Tipps für die Adventszeit.

HIV: Jeder siebte Infizierte ahnungslos

Zwischen Infektion und Diagnose vergehen im Durchschnitt vier Jahre.

Diese Berufe machen krank

In einigen Branchen haben Beschäftigte doppelt so viele Fehltage wie in anderen.

Immer mehr Deutsche sind magersüchtig

Essstörungen treten heute deutlich häufiger auf als noch vor vier Jahren.

"Legal Highs" nicht länger legal

Neues Gesetz verbietet Herstellung und Weitergabe ganzer Stoffgruppen.

Warum Stadtleben krank macht

Psychiater warnen vor den Auswirkungen moderner Lebensumstände auf die Psyche.

Alzheimer: Neuer Arzneistoff enttäuscht

Die Fachwelt erwartete viel, doch eine große Studie zeigte keinen nennenswerten Effekt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen