Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Intensive Beratung für bessere Therapie

Aktuelles

Apotheker berät Patienten.

In der Beratung achten Apotheker darauf, dass der Patient die Einnahmeregeln des verschriebenen Medikaments gut versteht.
© Monkey Business - Fotolia

Mi. 15. April 2015

Betreuung durch Apotheker verbessert Therapie

Für die korrekte Einnahme von Medikamenten wirkt es sich positiv aus, wenn Patienten nicht nur von ihrem Arzt, sondern auch von ihrem Apotheker betreut werden. Zu diesem Schluss kommt eine US-Studie mit Patienten, die den Blutgerinnungshemmer Dabigatran verschrieben bekommen hatten.

Anzeige

Lösten Patienten mit Vorhofflimmern ihr Rezept bei einem Apotheker ein, der sie mit Rat und Tat unterstützte, war es 80 Prozent wahrscheinlicher, dass sie sich genau an die Vorgaben für die Einnahme hielten und keine Dosis ausließen. Das berichten die Forscher um Mintu Turakhia von der Standford Universität in der Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association. Eine langfristige und gute Betreuung zeichnete sich zum Beispiel dadurch aus, dass Apotheker über die richtige Einnahme des Medikaments informierten, die möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten der Patienten kontrollierten und diese daran erinnerten, sich ein neues Rezept frühzeitig ausstellen zu lassen. Diese Art von Apotheker-geführtem Medikationsmanagement sei in den USA eher unüblich. "Die Ergebnisse sprechen jedoch dafür, dass es den Behandlungserfolg deutlich verbessert", erklärt Turakhia. In Deutschland gibt es dazu bereits konkrete Modellprojekte.

Wie entscheidend die gewissenhafte Einnahme von Medikamenten ist, zeigt sich gerade bei dem noch relativ neuen Gerinnungshemmer Dabigatran. Dieser stellt eine Alternative zu den bisher eingesetzten Cumarin-Derivaten wie Warfarin dar, bei denen eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte erforderlich ist. Dabigatran wirke genauso gut wie diese, verursache aber weniger Blutungen, sagen die Forscher. Allerdings nur, wenn es richtig eingenommen werde. "Selbst wenn nur wenige Tabletten ausgelassen werden, kann dies zu akuten Ereignissen wie einem Schlaganfall führen", sagt Turakhia. Daher hält er es für eine gute Idee, die Patienten strukturierter zu betreuen. "Eine zusätzliche Unterstützung durch Apotheker, wie es sie bisher nur in speziellen Kliniken gibt, führt dazu, dass sich die Patienten erheblich besser an die Einnahmevorgaben für die Medikamente halten", so der Kardiologe.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Eisdiele: Sahne oft mit Keimen belastet

Experten haben 1.000 Proben genauer unter die Lupe genommen.

Ist jede zweite Klinik überflüssig?

Experten haben untersucht, wie sich die Qualität der Versorgung verbessern lassen könnte.

Chinesische Medizin: Heilen mit Nadeln und Kräutern

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um alternative Heilverfahren.

Deutsche lassen sich immer öfter impfen

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Impfraten deutlich gestiegen.

Schwere Grippewelle in Australien

Urlaubern wird dringend geraten, sich vor Reiseantritt impfen zu lassen.

Geplante OP: Zweite Meinung lohnt sich

Oftmals fällt die Therapieempfehlung eines zweiten Arztes ganz anders aus.

Fleisch: Salmonellen-Gefahr beim Grillen

Mit diesen Tipps lassen sich Lebensmittelinfektionen vermeiden.

Mit Medikamenten Steuern sparen

Ausgaben für Medikamente können bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Wie schütze ich mich vor Hautkrebs?

Experten beraten am Lesertelefon zu Aktinischen Keratosen, einer Vorstufe von Hautkrebs.

Babys sollen ab 6 Monaten zum Zahnarzt

Ab sofort gibt es für Babys und Kleinkinder neue Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt.

Blutdruck: Gute Werte, langes Leben

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um den Blutdruck.

Auf hilfsbedürftige Senioren achten

Einige Personen brauchen bei Hitzewellen im Sommer besondere Unterstützung.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen