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Mann um die 60, Frau etwas jünger, auf Stadträdern über Brücke fahrend

Wer sicher unterwegs sein möchte, setzt am besten einen Fahrradhelm auf.
© Kzenon - Fotolia

Di. 09. Juni 2015

6 Tipps, die Fahrradunfälle verhindern

Die Zahl von Fahrradunfällen nimmt seit Jahren zu. Unfallexperten sehen die Ursache häufig bei den Radfahrern, und das sind nicht nur Kinder. In der Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie geben sie Tipps, wie sich Radunfälle ganz allgemein und speziell für Senioren vermeiden lassen.

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Den Unfallforschern zufolge ist besonders die Gruppe der älteren Fahrradfahrer gefährdet. Im Jahr 2010 sei jeder zweite tödlich verunglückte Radfahrer 65 Jahre oder älter gewesen, berichtet Professor Dr. med. Hans Zwipp, Ärztlicher Direktor der Unfallklinik am Universitätsklinikum Dresden. Gemeinsam mit Kollegen hat der Unfallexperte folgende Tipps formuliert:

  1. Taschen oder Tüten nicht an den Lenker des Fahrrads hängen! Eine sehr einfache und wenig kostenintensive Präventions-Maßnahme sei die Anschaffung von Fahrradtaschen.
  2. Wer eine Hörhilfe hat, schaltet diese auch ein! Bei Fahrradunfällen von Senioren spielen den Experten zufolge häufig auch nicht eingeschaltete Hörgeräte eine Rolle.
  3. Radfahren sollte nur, wer neben ausreichend Kraft über die notwendige Koordination verfügt! Das Hängenbleiben an einer Bordsteinkante zählt zu den häufigen Begleitumständen von Unfällen, so der Experte. Nach den Statistiken verunglückten Senioren, die Schwierigkeiten beim Auf- und Absteigen haben, häufiger als andere.
  4. Die Straßenverkehrsordnung einhalten! Das gilt für jüngere Fahrradfahrer ebenso wie für ältere. Gerade bei älteren Radfahrern könne dies schweren Unfällen vorbeugen, mahnt Zwipp. Die Zahlen zeigten, dass Senioren, die häufiger rote Ampeln überfahren, häufiger verunglücken.
  5. Kein Alkohol am Lenker! "Unter Alkoholeinfluss sollte sich, egal ob jung oder alt, niemand auf ein Fahrrad setzen", erklärt Professor Zwipp. Ab einem Wert von 1,6 Promille liege auch bei Radfahrern eine absolute Fahruntüchtigkeit und damit eine Straftat vor.
  6. Fahrradhelm tragen! Leider verzichten noch immer die meisten Erwachsenen in Deutschland auf einen Fahrradhelm. Viele tödliche Verletzungen ließen sich damit jedoch vermeiden. Ohne Radhelmnutzung gibt es den Unfallexperten zufolge dreimal mehr Schädelbrüche, fünfmal mehr schwere Hirnverletzungen und mehr als doppelt so viele Schädelbasisfrakturen.

HH

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