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Philipp Mißfelder

Philipp Mißfelder war zwölf Jahre lang Vorsitzender der Jungen Union.
© picture alliance/ZB

Mo. 13. Juli 2015

Lungenembolie: Philipp Mißfelder gestorben

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder ist überraschend im Alter von 35 Jahren gestorben. Der Politiker aus dem Ruhrgebiet war lange Jahre Chef der Jungen Union und aktuell außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

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Wie aus CDU-Kreisen bekannt wurde, erlag Mißfelder in der Nacht zum Montag einer Lungenembolie. Dabei handelt es sich um ein verstopftes Blutgefäß in der Lunge. Es entsteht meist dadurch, dass sich ein Blutgerinnsel in einem Lungengefäß festsetzt und es vollständig blockiert. Der Blutfluss zur Lunge wird so stark eingeschränkt, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist, genug Sauerstoff aufzunehmen. Typische Alarmzeichen: plötzliche Atemnot, Husten oder Bluthusten, beschleunigter Puls, starke Brustschmerzen, die beim Einatmen stärker werden.

Eine Lungenembolie ist immer ein Fall für den Notarzt, denn sie kann bereits nach wenigen Stunden lebensgefährlich werden. Bei der Behandlung wird versucht, Atmung und Kreislauf des Patienten zu stabilisieren. Der Patient erhält Sauerstoff über eine Atemmaske und blutverdünnende Medikamente, die das Blutgerinnsel auflösen sollen.

Der Ursprung für das Gerinnsel in der Lunge liegt oft in einem ganz anderen Teil des Körpers, z. B. in den Beinvenen. Bildet sich dort ein Blutgerinnsel, eine sogenannte tiefe Beinvenenthrombose, kann dieses über das Gefäßsystem in die Lunge treiben und dort hängen bleiben. Zu den Risikofaktoren für die Beinvenenthrombose gehören u.a. Rauchen, Übergewicht, Venenschwäche oder langes regloses Sitzen auf Reisen im Flugzeug oder im Bus.

RF

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