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Wie viel Sonnenschutz ist richtig für mich? Das hängt von der Eigenschutzzeit und dem Lichtschutzfaktor ab.

Wie viel Sonnenschutz richtig ist, hängt mit dem Hauttyp und dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme zusammen.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Mi. 05. August 2015

Sonnenschutz: So finden Sie die richtige Dosis

Wie viel Sonnenschutz ist richtig für mich? Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Schutzzeit berechnen und wie lange Sie sich in der Sonne aufhalten können, ohne die Haut zu schädigen.

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Das Thema Hautkrebs wird heute so viel diskutiert wie nie, denn die Fälle der Betroffenen häufen sich. Hierzulande liegt die Zahl der am schwarzen Hautkrebs erkrankten Menschen laut Apothekerkammer Bremen jährlich bei 15.000 – das seien doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Beim Sonnenschutz komme es vor allem auf die richtige Dosierung an. "Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viel länger man sich unter dem Schutz eines entsprechenden Produkts in der Sonne aufhalten kann, ohne die Haut zu schädigen", erklärt Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer. Dazu müsse man seine Eigenschutzzeit kennen. Und egal, was auf dem Etikett steht: Wasser wäscht die Cremes zumindest teilweise weg. Daher ist es ratsam, sich nach jedem Bad neu einzucremen.

Berechnen lasse sich die Schutzzeit folgendermaßen: Eigenschutzzeit x Sonnenschutzfaktor. Für Menschen vom Typ I (helle Haut, Sommersprossen, rote oder blonde Haare, Eigenschutzzeit 10 Minuten) sind Cremes mit Lichtschutzfaktor 40 oder höher empfehlenswert. Für den Hauttyp II (helle Haut, blonde Haare, Eigenschutzzeit 15 Minuten) Präparate mit dem Faktor 30 bis 40. Braunhaarige (Typ III, Eigenschutzzeit 20 Minuten) verwenden am besten mindestens einen Lichtschutzfaktor von 20. Auch wer hellbraune bis braune Haut und schwarze Haare hat (Typ IV, Eigenschutzzeit 30 Minuten) sollte nicht komplett auf Sonnenschutz verzichten, empfohlen wird ein Lichtschutzfaktor von 10 bis 20. Beim Auftragen nicht geizen: Eine vierköpfige Familie benötigt an einem Strandtag bis zu einer Flasche Sonnenmilch. Säuglinge gehören grundsätzlich nicht in die direkte Sonne, da ihre Haut zu empfindlich auf UV-Strahlung reagiert. Zudem ist ihre Hautoberfläche im Verhältnis zum Körper größer, sodass Babys im Vergleich mehr Chemikalien während des Eincremens aufnehmen als Erwachsene. Ebenfalls gut zu wissen: Ein erster Schutz stellt sich erst nach 20 bis 30 Minuten nach dem Auftragen ein. "Wer also weiß, es geht in einer halben Stunde los zum See oder generell nach draußen, sollte den Sonnenschutz zeitig benutzen", rät Klämbt.

AK Bremen/NK

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