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Manche Arzneimittel sind nicht ganz einfach zu handhaben. Der Apotheker erklärt genau, wie das Medikament anzuwenden ist.

Manche Arzneimittel, z.B. Inhalatoren gegen Asthma, sind nicht ganz einfach zu handhaben. Der Apotheker erklärt genau, wie das Medikament anzuwenden ist.
© ABDA

Di. 07. Juni 2016

Tag der Apotheke: Mit viel Engagement für den Patienten

Heute ist Tag der Apotheke. "Die Apotheken stehen zu ihrem gesetzlichen Auftrag, die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung jederzeit sicherzustellen", sagte Dr. Sebastian Schmitz, Hauptgeschäftsführer der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. Eine halbe Million Nacht- und Notdienste jedes Jahr verdeutlichten, wie engagiert und verantwortungsbewusst der Berufsstand ist.

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"Mit mehr als 7 Millionen individuell angefertigten Rezepturen im Jahr schließen Apotheken Versorgungslücken bei Fertigarzneimitteln. Gerade für Kinder und ältere Menschen ist das besonders wichtig", sagte Schmitz. Entscheidend sei auch die Versorgung mit Betäubungsmitteln, also z.B. stark wirkenden Schmerzmitteln, für die es jährlich über 11 Millionen Verordnungen gebe. "Der Sicherheits- und Dokumentationsaufwand ist bei diesen Präparaten für die Apotheke sehr groß." Dass die Bevölkerung im Durchschnitt immer älter wird, hat direkten Einfluss auf die Arbeit in der Apotheke. Viele Menschen müssen dauerhaft mehrere Medikamente einnehmen, was das Risiko für Wechselwirkungen erhöht. Apotheker beraten die Patienten umfassend, damit ihre Therapie mit Medikamenten möglichst effektiv, verträglich und nebenwirkungsarm verläuft.

Um die Risiken dieser sogenannten Polymedikation zu minimieren, sei es laut Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA, unerlässlich, die Apotheker beim Erstellen von elektronischen Medikationsplänen ab 2018 fachlich einzubinden. Darüber hinaus müsse es bei den erklärungsbedürftigen Rezepturarzneimitteln wie bei Fertigarzneimitteln endlich auch ein Honorar für die Abgabe und Beratung geben. Schmidt fordert anlässlich des Tags der Apotheke ein klares Bekenntnis von Politik und Gesellschaft zur öffentlichen Präsenzapotheke und eine regelmäßige Überprüfung der Vergütung nach einer verlässlichen Methodik. Der ABDA-Präsident verweist auf das Perspektivpapier 'Apotheke 2030', in dem die Apotheker eine fundierte Vorlage für die Zukunft der Arzneimittelversorgung erarbeitet hätten. Er fordert Staat und Politik dazu auf, die Ideen aufzugreifen, sie mit den Apothekern zu diskutieren und umzusetzen.

Der Tag der Apotheke wird seit 1998 alljährlich von der ABDA ausgerufen. Ab 2016 findet er immer am 7. Juni statt. Ziel des bundesweiten Aktionstages ist es, auf das breite Spektrum der pharmazeutischen Dienstleistungen in den Apotheken aufmerksam zu machen.

ABDA/RF

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