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Fragen zum Thema Schilddrüsenoperation beantworten Experten am Lesertelefon.

Bei Verdacht auf einen Kropf sollten Betroffene immer einen Arzt aufsuchen.
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Mi. 29. März 2017

Lesertelefon: Alternativen zur Schilddrüsen-Operation

Sie ist zwar klein, aber regelt eine ganze Reihe wichtiger Körperfunktionen: die Schilddrüse. Doch bei etwa jedem dritten Erwachsenen weist sie knotige Veränderungen auf. Rechtzeitig entdeckt, sind Schilddrüsenknoten gut behandelbar, bösartig sind sie nur in sehr seltenen Fällen. Dennoch werden Schilddrüsen in Deutschland häufig operativ entfernt – mit erheblichen Risiken. Wie man einer Erkrankung der Schilddrüse vorbeugen kann und wie sich eine Operation vermeiden lässt, dazu informieren Experten am Donnerstag, 30. März, von 10 bis 17 Uhr am kostenlosen Lesertelefon.

Rufen Sie an!

Am Donnerstag, den 30. März 2017
von 10 bis 17 Uhr
Rufnummer: 0800 – 2 811 811

Der Anruf ist gebührenfrei.

Die Körperfunktionen, für deren Regelung sie zuständig ist, steuert die Schilddrüse über Hormone. Um diese zu produzieren, braucht sie Eiweiß und Jod. Mangelt es dem Körper an Jod, gleicht das die Schilddrüse durch eine Vergrößerung aus – im Volksmund auch Kropf genannt. Jod spielt daher eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Schilddrüsenknoten oder einer Struma. In Kombination mit dem Hormon L-Thyroxin wird Jod erfolgreich in der Therapie eingesetzt und kann Betroffenen eine Operation oder Radiojod-Therapie ersparen.

Mit etwa 90.000 Schilddrüsenoperationen (2013) liegt Deutschland in der Operationsfrequenz noch vor Ländern wie den USA oder Großbritannien. Rund ein Drittel der Operationen geht auf einen "verdächtigen" Schilddrüsenknoten zurück. Experten sehen hier Handlungsspielraum im Sinne der Patienten: Durch geeignete Untersuchungen im Vorfeld ließe sich die Zahl der Operationen senken. Hier kommt zunächst der Hausarzt ins Spiel: Beim Abtasten der Schilddrüse kann er Knoten und Vergrößerungen entdecken, die dann per Ultraschall näher untersucht werden können, ergänzt durch eine Bestimmung des Hormonspiegels. In vielen Fällen kann bereits der Hausarzt eine passende medikamentöse Therapie verordnen, soweit überhaupt akuter Handlungsbedarf besteht. Wenn jedoch Symptome wie Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder schnell wachsende Knoten auftreten, ist der Spezialist gefragt. Erst im weiteren Verlauf stellt sich – abhängig von der weiteren Diagnostik – die Frage nach einer intensiveren Therapie. Und auch das bedeutet nicht automatisch die völlige Entfernung der Schilddrüse: Neben verschiedenen operativen Verfahren steht in einigen Fällen auch eine Radiojod-Therapie als Alternative zur Verfügung.

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Gehört die Untersuchung der Schilddrüse zum regelmäßigen Gesundheits-Check beim Hausarzt? Was sind frühe Anzeichen für eine Störung der Schilddrüsenfunktion? Wie sorge ich für ausreichend Jod beim Essen? Was sagen Laborwerte über die Gesundheit meiner Schilddrüse aus? Und was sollte ich wissen, bevor ich mich für oder gegen eine Schilddrüsen-OP entscheide? Alle Fragen zur Prävention, Diagnose und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen beantwortet das Expertenteam am Lesertelefon:

Am Telefon unter 0800 – 2 811 811:

  • Prof. Dr. med. Frank Grünwald, Facharzt für Nuklearmedizin, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum der Goethe-Universität Frankfurt/Main
  • Priv.-Doz. Dr. med. Onno E. Janßen, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie (DDG), Endokrinologikum Hamburg
  • Dr. med. Mathias Beyer, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Osteologie (DVO), Praxis für Endokrinologie, Nürnberg
  • Priv.-Doz. Dr. med. Joachim Feldkamp, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Intensivmedizin und Pneumologie, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie, Pneumologie, Infektiologie des Klinikum Bielefeld
  • Dr. med. Andreas Pfestroff, Facharzt für Nuklearmedizin, Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums der Philipps Universität Marburg

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