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In Süddeutschland werden viele Menschen gegen FSME geimpft.

In einigen Teilen Deutschlands ist die Gefahr für die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis besonders hoch. Eine Impfung schützt vor der Krankheit.
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Do. 27. Juli 2017

FMSE-Impfung: Bayern auf Platz 1

In Süddeutschland werden doppelt so viele Menschen gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) geimpft wie im Bundesdurchschnitt – und um ein Vielfaches mehr als im Norden der Republik. Bei der Zahl der Impfungen liegt Bayern (91) vor Baden-Württemberg (88) und Thüringen (81) – jeweils bezogen auf 1.000 gesetzlich krankenversicherte Menschen im Jahr 2016. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 42 Impfungen pro 1.000 Versicherte, während in Hamburg (13), Schleswig-Holstein (12) und Bremen (11) am wenigsten gegen FSME geimpft wird. Das hat das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) berechnet.

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"In Süddeutschland werden viele Menschen gegen FSME geimpft, weil hier die Risikogebiete liegen. Das ist wichtig und richtig. Der Erreger wird durch Zeckenbisse übertragen und ist im Süden besonders verbreitet", sagt Mathias Arnold, Apotheker aus Halle/Saale und Vizepräsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. "Grundsätzlich sollte sich aber nicht nur jeder Bayer, Schwabe oder Thüringer informieren, welche Impfungen er braucht. Auch Hamburger oder Mecklenburger, die in den Ferien gen Süden fahren, um dort Wander- oder Radtouren querfeldein zu unternehmen, sollten sich vorab über FSME-Risikogebiete informieren", so Arnold. Die Stammapotheke gebe hier wertvolle Tipps, zudem bieten viele Apotheken darüber hinaus auch eine pharmazeutische Reiseberatung an.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten ihren Versicherten grundsätzlich diejenigen Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden. Dies muss im Zweifelsfall jeder Versicherte mit seinem Arzt und seiner Krankenkasse vorab klären. Die STIKO empfiehlt eine Grundimmunisierung oder Auffrischungsimpfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten leben und besonders gefährdet sind, und für Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind, wie zum Beispiel Forstarbeiter oder in der Landwirtschaft arbeitende Personen. Für Reisen in FSME-Risikogebiete im Ausland, wie z.B. nach Skandinavien oder ins Baltikum, ist eine reisemedizinische Beratung sinnvoll. Viele Krankenkassen bieten derartige Reiseimpfungen als sogenannte Satzungsleistungen an und übernehmen die Kosten dafür freiwillig.

Eine Karte der FSME-Risikogebiete finden Sie auf der Webseite des Robert Koch-Instituts.

ABDA

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