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Thrombose wird häufig zu spät erkannt.

Für Schmerzen und geschwollene Beinen kann ein Blutgerinnsel in der Vene verantwortlich sein.
© britta60 - Fotolia

Do. 12. Oktober 2017

Thrombose bleibt zu häufig unerkannt

Zwischen 40.000 und 100.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Folgen einer Lungenembolie. Viele dieser Fälle wären vermeidbar, wenn die Patienten und Ärzte besser über die Symptome informiert wären. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Angiologie e.V. (DGA) zum Welt-Thrombose-Tag am 13. Oktober 2017 hin.

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Obwohl die Diagnostik und Therapie von Thrombose so einfach und risikoarm sind wie noch nie, gibt es Defizite beim Erkennen und Ernstnehmen der Erkrankung. "Das Gefährliche ist, dass die Thrombose häufig unbemerkt bleibt und Symptome nicht richtig gedeutet werden", so Prof. Rupert Bauersachs, Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose der DGA. Zu den klassischen Symptomen gehören beispielsweise ein Spannungsgefühl in der Wade sowie Schmerzen, die einem Muskelkater ähnlich sind, allerdings deutlich länger anhalten. In der Regel wird das Bein auch dick oder verfärbt sich rötlich. Wer nicht weiß, dass es sich dabei um Symptome für eine Thrombose handeln kann, tut all das schnell als Lappalie ab.

Wichtig zu wissen ist: eine Thrombose kann jeden treffen. Zwar steigt das Risiko zu erkranken im Alter enorm, es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die Thrombosen auch bei jungen Menschen begünstigen: die Einnahme der Pille, eine Schwangerschaft, Operationen, eine vererbte Blutgerinnungsstörung aber auch Situationen wie Langstreckenflüge oder ein geschientes oder gegipstes Bein. Gerade bei jungen und gesunden Patienten werden thromboembolische Ereignisse häufig fehldiagnostiziert. Aus diesem Grund will das Aktionsbündnis Thrombose über diese Erkrankung aufklären.

DGA/NK

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