Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Zuzahlungsbefreiung für 2018 beantragen

Aktuelles

Schon jetzt kann eine Zuzahlungsbefreiung für das kommende Jahr beantragt werden.

Wer von seiner Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung erhalten hat, muss in der Apotheke keine Rezeptgebühren zahlen.
© Monkey Business - Fotolia

Di. 12. Dezember 2017

Medikamente: Zuzahlungsbefreiung für 2018 jetzt beantragen

Wer sich für das kommende Jahr von Zuzahlungen für Medikamente befreien lassen will, kann dies schon jetzt bei seiner Krankenkasse beantragen. Dies ist möglich, wenn die finanzielle Belastung durch Medikamente zwei Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens überschreitet. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) empfiehlt die Befreiung allen gesetzlich Versicherten, die ein planbares Einkommen wie etwa eine monatliche Rente haben und regelmäßige Zuzahlungen auf ärztlich verordnete Medikamente erwarten.

Anzeige

Alle Befreiungen gelten jeweils für ein Kalenderjahr und müssen deshalb immer wieder neu beantragt werden. Eine schon zum Jahresbeginn 2018 ausgestellte Befreiungsbescheinigung ist nicht nur in der Apotheke, sondern auch bei Arzt- oder Klinikbesuchen eine finanzielle und bürokratische Erleichterung. Denn wenn vom verordnenden Arzt ein Befreiungsvermerk auf dem Rezept eingetragen ist oder der Patient einen entsprechenden Bescheid in der Apotheke vorlegen kann, wird keine Zuzahlung für die Krankenkasse eingezogen. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln beträgt die Zuzahlung zehn Prozent des Preises, mindestens aber fünf Euro und höchstens zehn Euro. Immer von der Zuzahlung befreit sind Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Erwachsene können eine Befreiungsbescheinigung beantragen, sofern ihre finanzielle Belastung zwei Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens schon überschritten hat oder noch überschreiten wird. Bei chronisch kranken Patienten ist es ein Prozent.

In Deutschland sind fast zehn Prozent der 70 Millionen gesetzlichen Versicherten von der Zuzahlung befreit. Mit dem für 2018 aktualisierten Zuzahlungsrechner auf www.aponet.de können Sie ermitteln, ob die Belastungsgrenze im Laufe des Jahres erreicht wird. Ein Beispiel: Ein Rentner ist verheiratet, die Kinder sind schon aus dem Haus. Die monatlichen Renten der Eheleute ergeben zusammen 1.800 Euro, also jährlich 21.600 Euro. Nach Abzug des Freibetrages von 5.481 Euro für die Ehefrau ergibt sich ein zu berücksichtigendes Einkommen von 16.119 Euro. Da er chronisch krank ist, müssen die beiden demnach zwar sämtliche Zuzahlungen bis zur Belastungsgrenze von 161,19 Euro (ein Prozent) pro Jahr selbst tragen, werden aber darüber hinaus komplett von allen Zuzahlungen befreit.

ABDA

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Signia geht im April auf Innovationstour

ABDAUnglaublich, was ein Hörgerät heute alles kann. Nicht mehr nur Medizinprodukt, sondern kleines Technikwunder. Erleben Sie die Innovationen rund um das Thema Hören im April live in Ihrer Stadt.

Lesen Sie hier mehr!

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen