Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik HPV-Impfung jetzt auch für Jungen

Aktuelles

Künftig sollen auch Jungen gegen HPV geimpft werden.

In Zukunft wird eine HPV-Impfung auch für Jungen empfohlen.
© Africa Studio - Fotolia.com

Mo. 11. Juni 2018

HPV-Impfung jetzt auch für Jungen

Humane Papillomviren (HPV) sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt und können unter anderem für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sein. Eine Impfung schützt vor den Viren, wurde bislang jedoch nur für Mädchen empfohlen. Das soll sich jetzt ändern: Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät nun, auch Jungen gegen HPV impfen zu lassen.

Anzeige

In einer Vorabinformation teilte die STIKO mit, dass die HPV-Impfung jetzt auch für alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen wird. Versäumte Impfungen sollten spätestens bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden. Die HPV-Impfempfehlung für Mädchen bleibt unverändert: Auch hier gilt, die HPV-Impfung für Mädchen im Alter von 9 bis einschließlich 14 Jahren empfohlen wird.

Dass bisher nur Mädchen geimpft wurden, liegt daran, dass die Viren vor allem mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht werden. Doch die HP-Viren können auch Penis- oder Analkrebs auslösen, sind für Tumoren im Mund- und Rachenraum sowie für Feigwarzen verantwortlich. Die Erreger sind also nicht nur für Frauen gefährlich, sondern auch für Männer. "Werden nun auch Jungen gegen HPV immunisiert, kann die Infektionskette unterbrochen werden. Es profitieren also nicht nur die Geimpften selbst sondern letztendlich alle, wenn es weniger Ansteckungen und Erkrankungen gibt", sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK).

Voraussichtlich Anfang 2019 wird der rechtswirksame Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vorliegen und die HPV-Impfung für Jungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Einige Krankenkassen, wie beispielsweise die TK, haben schon jetzt reagiert und übernehmen freiwillig die Kosten für die Impfung. Die Entscheidung für oder gegen eine HPV-Impfung wird gemeinsam mit einem Arzt getroffen.

Die HPV-Impfung wird verhältnismäßig wenig in Anspruch genommen. Laut Epidemiologischem Bulletin des Robert Koch Instituts aus dem Januar 2018 waren Ende 2015 nur ein Drittel der fünfzehnjährigen Mädchen (31,3 Prozent) vollständig geimpft.

NK

Quelle: Vorabinformation der STIKO

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Krank und was jetzt?

TreppenlifteHaben Sie sich schon einmal im Internet über Krankheiten und Therapien schlau gemacht?

Machen Sie mit bei der größten Befragung unter Patienten in Deutschland!

Themenspecial: Gesunde Haut

Frau mit Hut im GrünenIm neuen Themenspecial "Gesunde Haut"
lesen Sie auf aponet.de viel Wissenswertes über die richtige Pflege für jeden Hauttypen.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Anzeige

Service

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen