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Experten beraten am Lesertelefon über Nebenwirkungen einer Schmerztherapie.

Am kostenlosen Lesertelefon können sich Schmerzpatienten von Experten beraten lassen.
© Anna Lurye - Fotolia.com

Mi. 20. Juni 2018

Lesertelefon: Verstopfung wegen Schmerztherapie

Starke, lang anhaltende oder chronische Schmerzen gehören für viele Menschen zum Alltag. Nach Angaben der Deutschen Schmerzgesellschaft sind davon etwa 17 Prozent aller Deutschen betroffen – mehr als 12 Millionen Menschen. Häufig kommen Opioide gegen die Schmerzen zum Einsatz. Doch ihre schmerzstillende Wirkung ist oft mit Nebenwirkungen wie schwerer Verstopfung verbunden. Wie sich Nebenwirkungen der Schmerztherapie vermeiden lassen und worauf es beim Umgang mit Opioiden im Alltag ankommt, dazu informieren Schmerzmediziner am Donnerstag, 21. Juni 2018, am kostenlosen Lesertelefon.

Rufen Sie an!

Donnerstag, 21. Juni 2018
von 11 bis 15 Uhr
0800 – 090 92 90

Der Anruf ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei.

Die hohe Wirksamkeit von Opioiden ist auf ihren besonderen Wirkmechanismus
zurückzuführen: Sie docken an Bindungsstellen auf Nervenzellen an und hemmen so die Freisetzung von Botenstoffen, die für die Weiterleitung des Schmerzsignals zum Gehirn zuständig sind. Denselben Mechanismus nutzt der menschliche Körper in extremen Stress-Situationen. Dann sorgen körpereigene Endorphine für eine kurzzeitige Schmerzunterdrückung, beispielsweise um den Organismus trotz Schock oder Verletzung handlungsfähig zu halten. Doch die gewünschte schmerzunterdrückende Wirkung von Opioiden bringt Nebenwirkungen mit sich. Der Grund: Der Wirkstoff blockiert auch Rezeptoren im Darm, die für die Steuerung der Darmbewegung verantwortlich sind. Die Folgen der verringerten Darmtätigkeit sind Verstopung Bauchkrämpfe, Übelkeit und Blähungen sowie Schmerzen beim Stuhlgang. Im Extremfall wird die Darmtätigkeit völlig gelähmt und es kommt zum Darmverschluss. Für die Betroffenen bringt die sogenannte Opioid-induzierte Verstopfung – kurz OIC – erhebliche Einschränkungen im Alltag und in der Lebensqualität mit sich, zumal sie sich mit herkömmlichen Abführmitteln nur schlecht behandeln lässt.

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Nebenwirkungen zu vermeiden und mit den verordneten Schmerzmitteln richtig umzugehen, bedeuten für Millionen Schmerzpatienten einen wichtigen Beitrag zu mehr Lebensqualität. Doch was kann man gegen eine Opioid-induzierte Verstopfung tun? Kommt sie nur bei bestimmten Opioiden vor? Welche Möglichkeiten gibt es, um Magen-Darmbeschwerden zu verhindern? Wie sicher ist die Therapie mit Opioiden? Worauf muss ich im Alltag achten, wenn ich Opioid-haltige Schmerzmittel einnehme? Was geschieht, wenn die Therapie verändert oder beendet wird?

Alle Fragen rund um die Therapie mit Opioiden beantworten erfahrene Schmerzmediziner am Donnerstag, 21. Juni, zwischen 11 und 15 Uhr am kostenlosen Lesertelefon:

Am Telefon unter 0800 – 090 92 90

  • Prof. Dr. med. Martin Storr; Facharzt für Gastroenterologie, Innere Medizin, Proktologie, Vorsitzender der Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität, Zentrum für Endoskopie Starnberg
  • Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Wirz; Facharzt für Anästhesie, Intensivmedizin, Palliativmedizin und Schmerztherapie, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Interdisziplinäre Intensivmedizin, Schmerzmedizin/Palliativmedizin – Zentrum für Schmerzmedizin, Lehrbefugter an der Universitätsklinik Bonn, CURA Krankenhaus, Bad Honnef
  • Dr. med. Franz Krizanits; Niedergelassener Facharzt für Anästhesie, Praxis für Anästhesie, spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin ASP, Mülheim an der Ruhr

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