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Mückenstiche müssen häufiger ärztlich behandelt werden.

Sogenannte Repellentien, die in der Apotheke erhältlich sind, schützen für eine gewissen Zeitraum vor Mücken.
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Mo. 25. Juni 2018

Mückenstiche müssen öfter ärztlich behandelt werden

Die Rekordtemperaturen im Mai haben dafür gesorgt, dass sich Mücken hierzulande rasant vermehrt haben. Fachleuten zufolge sind sie derzeit besonders aggressiv: Entzündete Mückenstiche müssten immer häufiger medizinisch behandelt werden, wie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in einer Pressemeldung berichtet.

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Mit jedem Stich können Mücken Erreger übertragen, die für starke Schwellungen und Entzündungen sorgen. Die Keime gelangen unter anderem durch Umweltgifte, die die Mücken aufnehmen, oder durch Bakterien von tierischem Kot in den Körper. Wissenschaftler wiesen hierzulande sogar vereinzelt Mücken nach, die Borreliose-Erreger sowie das Sindbis-Virus in sich trugen, das Fieber und Gelenkentzündungen auslösen kann. Darüber hinaus werden laut KKH immer mehr exotische Mücken eingeschleppt, die sich dank des Klimawandels auch in Deutschland heimisch fühlen – etwa die Asiatische Tigermücke. Laut Experten kann diese Art unter anderem das Dengue-, Gelbfieber- und Zika-Virus übertragen. 2016 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 950 Fälle von Dengue-Fieber gemeldet, so viele wie noch nie. Bisher haben sich die Betroffenen im Ausland infiziert. Doch wenn sich die exotischen Mücken weiter ausbreiten und tropische Erreger aufgrund der zunehmend milderen Temperaturen immer besser gedeihen, ist Wissenschaftlern zufolge auch hierzulande eine Ansteckung künftig nicht auszuschließen. "Ein Grund zur Panik besteht trotzdem nicht, da bislang nur wenige Mücken in Deutschland gefährliche Erreger übertragen", sagt Heiko Langer vom KKH-Serviceteam in Bergisch Gladbach.

Wer folgende Ratschläge beachtet, kann sich die Plagegeister gut vom Leib halten:

  • Mückenschutzmittel auf die Haut auftragen.
  • Auf stark riechende Parfums und Kosmetika verzichten.
  • Helle, lange Kleidung aus dicht gewebtem Stoff tragen.
  • Fliegengitter und Moskitonetze nutzen.
  • Mückenstecker anbringen. Aber Vorsicht: Diese können Pestizide ausströmen, deshalb ist regelmäßiges Lüften Pflicht!
  • Vor einer Auslandsreise rechtzeitig beim Arzt erkundigen, welche Impfungen es gegen von Mücken übertragene Krankheiten gibt und wann diese notwendig sind. In einigen Ländern ist etwa eine Gelbfieber-Impfung Voraussetzung für die Einreise. Malaria kann man mit einer medikamentösen Behandlung vorbeugen.

"Hat eine Mücke zugestochen, auf keinen Fall kratzen, da es sonst zu einer bakteriellen Infektion kommen kann", rät Langer. Wird die Hautpartie um den Stich herum dick und heiß, ist stark gerötet oder schmerzt, rät der Experte zu einem Arztbesuch. Das gilt auch, wenn nach Mückenstichen während oder nach einem Urlaub in Risikogebieten hohes Fieber und Begleitsymptome auftreten.

KKH/NK

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