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Handynutzung am Lenkrad bleibt gefährlich, wird aber unterschätzt.

Obwohl die Gefahr bekannt ist, halten viele Autofahrer die Handynutzung am Steuer für ein Kavaliersdelikt.
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Mi. 11. Juli 2018

Handy am Steuer: unterschätzte Gefahr

Obwohl die Unfallgefahr erwiesenermaßen steigt, halten viele Autofahrer Texten oder Telefonieren während der Autofahrt noch immer für harmlos. Australische Wissenschaftler haben jetzt untersucht, was dazu beitragen kann, der Handyversuchung zu widerstehen.

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Wie eine Befragung von 447 Autofahrern aus South East Queensland in Australien ergab, sehen viele die Handygebrauch nicht als gefährlich an. Der Studie zufolge nutzen viele Autofahrer trotz bestehender Gesetze ihr Telefon beim Fahren, etwa um nichts zu verpassen. Wie die Forscher im Fachblatt "Risk Analysis: An International Journal" berichten, deutet ihre Auswertung darauf hin, dass Frauen beim Autofahren eher zum Mobiltelefon greifen als Männer. Gleiches galt für Fahrer, die ihre Mobiltelefone generell häufig zum Texten oder Telefonieren benutzten, weniger Wert auf Sicherheit legten oder schlicht glaubten, die Nutzung des Mobiltelefons sei nicht besonders gefährlich. Bei erfahreneren Autofahrern, die ihren Führerschein schon länger besaßen, war die Wahrscheinlichkeit für Multitasking mit dem Handy dagegen geringer, ebenso bei Befragten, die von sich sagten, unter schwierigeren Verkehrsbedingungen eine gute Selbstkontrolle zu haben. Auch eine polizeiliche Verfolgung von Handyverstößen am Steuer verringerte die Wahrscheinlichkeit zum Mobiltelefon zu greifen.

Studien hätten belegt, dass viele Fahrer zumindest bei starkem Verkehr und kurvigen Straßen die Finger vom Handy lassen, so die Forscher. Das ist jedoch nicht genug. "Autofahrer sind nicht gut darin, zu identifizieren, wo es sicher ist, das Telefon zu benutzen", warnt Oscar Oviedo-Tespalacios von der Queensland University of Technology. Am sichersten sei es, an einem geeigneten Platz kurz anzuhalten, schnell etwas zu schreiben oder zu telefonieren und dann die Fahrt wieder aufzunehmen. Ihre Ergebnisse deuteten darauf hin, dass eine sichtbare Verfolgung der gesetzlichen Regeln durch die Polizei zur Bekämpfung von abgelenktem Fahren beitragen könnte. Aufgrund ihrer Studie ließen sich zudem gezieltere Kampagnen erstellten, die vor den Gefahren von Handys am Steuer warnen und sich an Hochrisikogruppen wie Fahranfänger oder Vielnutzer von Smartphones richten.

HH

Quelle: DOI 10.1111/risa.13119

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