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Die STIKO hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert.

In einem Impfpass wird jede Impfung mit Datum vermerkt. So lässt sich nachvollziehen, wogegen ein Patient wann und wie oft geimpft wurde.
© Alexander Raths - Fotolia

Do. 23. August 2018

Grippe und HPV: Neue Impfempfehlungen veröffentlicht

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre Empfehlungen zu Impfungen aktualisiert. Die beiden wichtigsten Neuerungen sind, dass ab sofort die Grippeimpfung mit einem Vierfach-Impfstoff erfolgen soll und künftig auch Jungen gegen humane Papillomaviren (HPV) geimpft werden sollen. Beides hatte die STIKO bereits vorab kommuniziert. Zudem informiert die STIKO über neue Risikogebiete für die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

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Auch hier hatte die STIKO bereits vorab darüber informiert, dass in Bayern, Sachsen und Thüringen insgesamt zehn Landkreise neu hinzugekommen sind, für die eine Impfung gegen FSME empfohlen wird (aponet.de berichtete). Eine weitere Neuerung betrifft den im März zugelassenen Herpes-Zoster-Impfstoff Shingrix® zur Vorbeugung von Gürtelrose und Postzoster-Neuralgie bei Personen ab 50 Jahren. "Nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung kann die Impfung sinnvoll sein", lautet die Einschätzung der STIKO.

Gegen Meningokokken der Serogruppe B gibt es derzeit in Deutschland zwei Impfstoffe: Bexsero® und seit Mai 2017 Trumenba®. Die STIKO empfiehlt die Impfung allerdings nach wie vor nicht generell, sondern nur für Personen mit einem erhöhten Risiko für eine Meningokokken-Infektion, beispielsweise aufgrund einer Immunschwäche.

Seit die Zahl der Migranten und Asylsuchenden im Jahr 2015 stark gestiegen war, sahen sich Ärzte in Deutschland zunehmend mit der Frage konfrontiert, wie und gegen welche Erreger zugewanderte Personen mit teilweise unklarem Impfstatus geimpft werden sollen. Dieser Fragestellung widmet die STIKO nun ein ganzes Kapitel in ihrem Impfkalender.

Erstmals weist die STIKO jetzt auch explizit darauf hin, dass Ärzte verpflichtet sind, Patienten oder deren Eltern "im Rahmen der vorgesehenen Routineuntersuchungen auf Möglichkeit, Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit indizierter Impfungen zum Schutz vor Infektionskrankheiten hinzuweisen". Diese Pflicht haben auch impfkritische Ärzte, denn sie besteht laut STIKO "unabhängig von der persönlichen Auffassung und möglichen subjektiven Bedenken und Vorbehalten". Sollte es einmal zu einem Impfschaden kommen, findet sich jetzt im Impfkalender der STIKO auch ein Hinweis auf die zuständigen Stellen und mögliche Entschädigungen.

am/PZNK

Quelle: STIKO-Empfehlung im Epidemiologischen Bulletin 34/2018

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