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Viele Kinder leiden unter Allergien und ADHS.

Mehr als zwei Millionen Kinder in Deutschland leiden unter Allergien.
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Mi. 19. September 2018

Allergien und ADHS: Viele Kinder betroffen

Allergien, psychische Auffälligkeiten und Verletzungen durch Unfälle: Das sind die häufigsten Gesundheitsrisiken im Kinder- und Jugendalter. Das berichtet das Robert Koch-Institut nach einer Analyse von neuen Daten aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS). Die aktuellen Daten wurden 2014 bis 2017 erhoben. Vergleiche sind durch die KiGGS-Basiserhebung von 2003 bis 2006 möglich.

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Allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale und Neurodermitis gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Heranwachsenden. Das alltägliche Leben ist durch die Beschwerden oft erheblich belastet. Aktuell leidet mehr als jedes sechste Kind (16,1 Prozent) an mindestens einer der drei Erkrankungen. Diese Häufigkeit hat sich im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung von 2003 bis 2006 nicht wesentlich verändert und betrifft absolut gesehen mehr als 2,1 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland. Mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland hat eine allergische Sensibilisierung, also ein erhöhtes Risiko für eine Allergie.

Neben Allergien sind psychische Auffälligkeiten das zweite große Thema der aktuellen Journal-Ausgabe. In der KiGGS-Basiserhebung waren 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen psychisch auffällig, von 2014 bis 2017 waren es 16,9 Prozent. Der rückläufige Trend könne laut RKI mit entsprechenden gesundheitspolitischen Maßnahmen in Verbindung stehen. Zu den häufigsten psychischen Störungen gehört die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS. Insgesamt gab es bei 4,4 Prozent der Heranwachsenden eine ADHS-Diagnose, ein Prozentpunkt weniger als in der Basiserhebung. Bei niedrigem sozioökonomischen Status sind psychische Auffälligkeiten häufiger.

Unfälle zählen ebenfalls zu den häufigen Gesundheitsrisiken im Kindes- und Jugendalter. Jeder fünfte Junge wurde innerhalb eines Jahres wegen einer Unfallverletzung ärztlich behandelt (19,4 Prozent), Mädchen waren etwas seltener betroffen (15,2 Prozent). Seit Anfang der 2000er-Jahre hat sich hier wenig verändert. Die aktuellen Ergebnisse der Befragungen sind im Journal of Health Monitoring 3/2018 erschienen.

NK

Quelle: KiGGS Welle 2 – Gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen - Journal of Health Monitoring 3/2018 (PDF, 5 MB)


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