Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Mehr IGeL-Leistungen für Gutverdiener

Aktuelles

Ärzte bieten gut betuchten Patienten eher Privatleistungen an.

In den meisten Fällen ergreifen Ärzte selbst die Initiative und bieten ihren Patienten eine Privatleistung an.
© rawpixel.com, Pexels

Do. 28. Februar 2019

Mehr Selbstzahler-Leistungen für Gutverdiener

Mehr als jedem vierten gesetzlich Krankenversicherten (29 Prozent) wurde in den letzten zwölf Monaten eine Privatleistung, eine sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), angeboten. Dabei spielte auch das Einkommen und die Schulbildung des Patienten eine Rolle. Das belegt eine Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Anzeige

Auffällig ist laut WIdO der starke Zusammenhang zwischen dem Angebot für eine Zusatzleistung sowie dem Einkommen und der Schulbildung der Patienten. Lag das monatliche Haushaltseinkommen der Befragten unter 2.000 Euro wurden lediglich 21,6 Prozent von ihrem Arzt auf IGeL angesprochen. Bei Versicherten mit einem Haushaltseinkommen über 4.000 Euro waren es schon 35,4 Prozent. Das belegt die repräsentative Umfrage von 2018 unter mehr als 2.000 gesetzlich Krankenversicherten ab 18 Jahre. "Offensichtlich spielt es also nicht nur eine Rolle, für wie medizinisch relevant Ärzte eine Leistung erachten, sondern auch, wie sie die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Patienten einschätzen", sagt Klaus Zok, Studienleiter im Forschungsbereich Gesundheitspolitik und Systemanalysen des WIdO.

Rund drei von vier IGeL-Angeboten (72 Prozent) kommen von Fachärzten. Spitzenreiter sind die Frauenärzte: Auf sie entfallen rund 28 Prozent der privatärztlichen Leistungen. Danach folgen Augenärzte mit einem Anteil von 22 Prozent, Orthopäden (13 Prozent), Hautärzte (6 Prozent) und Urologen (3 Prozent). Praktische Ärzte und Allgemeinmediziner erreichen zusammen 19 Prozent.

Nicht alle Angebote sind jedoch so empfehlenswert wie etwa Reiseimpfungen. Insgesamt am häufigsten werden den WIdO-Analysen zufolge Ultraschalluntersuchungen (26,9 Prozent) angeboten, meist zur Krebsfrüherkennung bei Frauen. Dabei gibt es nach Angaben des Instituts etwa für den Nutzen der Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke keinen Hinweis.

je/PZ/NK

Quelle: WIdOmonitor 2018

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Krank und was jetzt?

TreppenlifteHaben Sie sich schon einmal im Internet über Krankheiten und Therapien schlau gemacht?

Machen Sie mit bei der größten Befragung unter Patienten in Deutschland!

Anzeige

Service

Themenspecial: Gesunde Haut

Frau mit Hut im GrünenIm neuen Themenspecial "Gesunde Haut"
lesen Sie auf aponet.de viel Wissenswertes über die richtige Pflege für jeden Hauttypen.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen