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Viele Amputationen könnten sich vermeiden lassen.

Schlecht heilende Wunden am Fuß sind ein Problem, das viele Diabetiker betrifft und ernst genommen werden muss.
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Di. 26. März 2019

Diabetes: 80 Prozent der Fußamputationen sind vermeidbar

Jedes Jahr verlieren Diabetiker in Deutschland mehr als 40.000 Füße und Beine. Bis zu 80 Prozent dieser Amputationen könnten sich vermeiden lassen, wenn Gefäßverschlüsse rechtzeitig erkannt und behandelt werden würden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) hin.

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Eine gefürchtete Folgeerkrankung bei Diabetes sind Fußgeschwüre, aus denen sich chronische Wunden entwickeln. Jeder vierte Diabetiker entwickelt im Laufe seines Lebens ein solches diabetisches Fußsyndrom, das mit Abstand die häufigste Ursache für Amputationen ist. "Mit über 40.000 Amputationen pro Jahr liegt Deutschland hier seit vielen Jahren leider europaweit im oberen Bereich", sagt Professor Dr. med. Dittmar Böckler, Präsident der DGG. Mit den richtigen Maßnahmen könnte die Amputationsrate um bis zu 80 Prozent gesenkt werden, so der Ärztliche Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg.

Um Amputationen zu vermeiden, sei entscheidend, rechtzeitig die arterielle Durchblutung des betroffenen Beines zu verbessern. "Dafür stehen Bypassoperationen und katheterbasierte minimalinvasive Verfahren zur Verfügung, die beide in sogenannten Hybrideingriffen überaus effektiv kombiniert werden können", erläutert Böckler. Welches Verfahren am Ende in Frage kommt, muss individuell für jeden Patienten von einem spezialisierten Behandlungsteam entschieden werden. "Wir empfehlen jedem Diabetespatienten mit Fußproblemen, frühzeitig ein spezialisiertes Zentrum aufzusuchen", rät der Gefäßspezialist. Oberstes Ziel der Therapie sei es, Amputationen zu vermeiden. Diese mindern nicht nur die Lebensqualität drastisch, sondern reduzieren auch die Lebenserwartung der Patienten.

DGG/NK

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