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Eltern können mit ihren Babys künftig schon ab dem 6. Monat zum Zahnarzt gehen.

Krankenkassen übernehmen ab sofort die Kosten für drei zusätzliche zahnärztliche Untersuchungen bei kleinen Kindern.
© iStock.com/Rawpixel

Di. 02. Juli 2019

Zahnarzt: Neue Vorsorgeuntersuchungen für Kleinkinder

Ab sofort haben gesetzlich versicherte Eltern schon ab dem sechsten Lebensmonat ihres Kindes Anspruch auf drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Bei den Untersuchungen bis zum vollendeten 33. Lebensmonat der Kinder erhalten Eltern praktische Tipps zur Mundgesundheit und eine Anleitung zum täglichen richtigen Zähneputzen bei ihrem Kind.

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Neu im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen sind außerdem Fluorid-Anwendungen: Vom 6. bis zum vollendeten 72. Lebensmonat eines Kindes kann in der Zahnarztpraxis zweimal je Kalenderhalbjahr Fluoridlack aufgetragen werden, um den Zahnschmelz zu härten. Vor dem 1. Juli 2019 war die zahnmedizinische Vorsorge erst ab dem 30. Lebensmonat des Kindes vorgesehen.

Obwohl Karieserkrankungen in Deutschland insgesamt zurückgegangen sind, gilt die frühkindliche Karies, auch "Nuckelflaschenkaries" genannt, als häufigste chronische Krankheit im Vorschulalter. Immer wieder kommt es vor, dass kleinen Kindern unter Vollnarkose stark von Karies befallene Milchzähne entfernt werden müssen.

"Zahnärztliche Untersuchungen schon bei Babys und Kleinkindern sind wichtig, um vor allem Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko zu erkennen. So können Eltern frühzeitig für das Thema sensibilisiert werden", erklärt Stephan Allroggen, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen. "Die neuen Leistungen ermöglichen eine zahnärztliche Beratung der Eltern und eine Betreuung der Kinder ab dem ersten Milchzahn. Damit schaffen diese zusätzlichen Leistungen eine wichtige Grundlage für lebenslange Zahngesundheit. Wir hoffen, dass die Eltern die neuen Möglichkeiten nutzen und ihr Kind frühzeitig in einer Zahnarztpraxis vorstellen."

NK

Quelle: Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Neufassung der Richtlinien über die Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten

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