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Viele Operationen könnten durch eine Zweitmeinung verhindert werden.

Vor einer geplanten Operation ist es sinnvoll, einen weiteren Arzt aufzusuchen, um sich die Diagnose und Therapieempfehlung bestätigen zu lassen.
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Di. 09. Juli 2019

Zweite Meinung verhindert viele Operationen

Wenn ein Arzt zu einer Operation rät, es ist sinnvoll, eine zweite Meinung einzuholen. Oftmals fällt die Therapieempfehlung eines weiteren Arztes nämlich ganz anders aus. Das zeigt eine Umfrage der Krankenkasse Barmer.

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Mehr als jeder zweite Patient (57 Prozent), bei dem ein medizinischer Eingriff geplant ist, holt sich eine zweite Meinung von einem anderen Arzt ein. Zweifel an einer Operation sind berechtigt, denn die Umfrage der Barmer zeigt auch, dass dass die Meinung anderer Ärzte in vielen Fällen ganz anders ausfällt. Zwar gaben 72 Prozent der Befragten an, die Diagnose bestätigt bekommen zu haben. Nur 21 Prozent bekamen jedoch die gleiche Therapieempfehlung.

"Wir haben ein Informationsdefizit in Deutschland, was Operationen angeht. Wissens- und Informationslücken dürfen nicht dazu beitragen, dass unnötige Eingriffe vorgenommen werden", sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Er forderte Patienten auf, konsequent vom Recht auf Zweitmeinung Gebrauch zu machen. Wer zwei Meinungen höre, folge laut Umfrage zu mehr als der Hälfte der Alternativauffassung (56 Prozent). Die Mehrheit derer, die Zweifel an einer anstehenden Therapie hat, wünscht sich der Umfrage nach sogar mehr als nur eine weitere Meinung. So holt mehr als die Hälfte sogar zwei weitere Einschätzungen ein (56 Prozent).

Für die Umfrage wurden bundesweit 1.000 Frauen und Männer ab 18 Jahren online befragt.

NK

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