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Viele Deutsche haben Angst vor einem stationären Aufenthalt.

Vor allem eine Infektion mit multiresistenten Keimen bereitet vielen Deutschen Sorge.
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Di. 17. September 2019

Angst vor dem Krankenhaus ist weit verbreitet

Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist nie angenehm. Viele Deutsche fürchten sich sogar davor: Fast jede dritte Frau und jeder vierte Mann hat große Angst vor einer stationären Behandlung. Vor allem eine Sache bereitet vielen Sorgen.

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Frauen (32 Prozent) sorgen sich häufiger als Männer (25 Prozent) vor einem Klinikaufenthalt, so das aktuelle Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännische Krankenkasse (KKh) unter 1.002 Personen. Jeder Dritte von ihnen begründet seine Ängste sogar mit eigenen schlechten Erfahrungen. Ein großes Thema sind Krankenhauskeime: 81 Prozent derjenigen, die Sorgen vor einem Klinikaufenthalt haben, befürchten, sich mit solchen Erregern in Kliniken anzustecken. Jeder Zweite sorgt sich vor der Notwendigkeit einer erneuten Operation und Komplikationen bei der Narkose. Auch eine mögliche schlechte Wundheilung und eine mangelhafte Qualität der verwendeten Medizinprodukte spielen für 48 Prozent eine Rolle. Vergessenes OP-Besteck im Körper und Medikamenten-Unverträglichkeit sind für jeden Dritten ein Grund, sich Sorgen zu machen.

Deshalb verwundert es nicht, dass sich 84 Prozent aller Befragten vor einem geplanten stationären Aufenthalt genauer über ihr Krankheitsbild, Behandlungsmethode und das Krankenhaus informieren. Die meisten Patienten (79 Prozent) wenden sich bei Fragen zuerst an ihren Arzt. Dreiviertel der Befragten nutzen zudem das Internet für die Recherche. Erfahrungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis sind für zwei Drittel eine wichtige Informationsquelle.

Jedes Jahr infizieren sich in Deutschland Hunderttausende Patienten im Krankenhaus mit multiresistenten Keimen. Gefährlich sind solche Infektionen vor allem für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Dringen die Erreger im Krankenhaus durch Sonden, Katheter oder Operationswunden in einen geschwächten Körper ein, können sie unter anderem schwere Lungenentzündungen, Wund- und Harnwegsinfektionen oder Blutvergiftungen auslösen.

NK

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