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Der Medizin-Nobelpreis geht 2019 an drei Zellforscher.

Alfred Nobel widmete nach seinem Tod einen Großteil seines Vermögens der Nobel-Stiftung. Aus den Zinserträgen des Geldes sollten diejenigen, die "der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben", einen Preis erhalten.
© Alexander Mahmoud, Nobel Prize Museum

Mo. 07. Oktober 2019

Medizin-Nobelpreis: Zellen haben einen Sauerstoff-Sensor

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an ein Forscher-Trio aus den USA und Großbritannien. Das teilte das Karolinska-Institut heute in Stockholm mit. William Kaelin, Peter Ratcliffe und Gregg Semenza wurden für ihre Entdeckung ausgezeichnet, wie Sauerstoff den Zellstoffwechsel und physiologische Funktionen beeinflusst.

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Tiere benötigen Sauerstoff, um Nährstoffe in Energie umzuwandeln. Diese Erkenntnis ist bereits ziemlich alt. Bislang wusste man jedoch nicht, wie sich Zellen an Änderungen im Sauerstoffgehalt anpassen. Die genauen Mechanismen wurden nun von den drei Wissenschaftlern erforscht. Dieses Wissen sei wichtig für die Behandlung zahlreicher Krankheiten, begründet die Jury ihre Entscheidung für die Preisvergabe. Die Entdeckung habe den Weg freigemacht für vielversprechende Strategien etwa gegen Blutarmut, Krebs und viele andere Erkrankungen.

Der Nobelpreis für Medizin und Physiologie, der seit 1901 verliehen wird und die höchste Auszeichnung für Mediziner ist, war in diesem Jahr mit umgerechnet 830.000 Euro (9 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Im vergangenen Jahr erhielten die US-Amerikaner James Allison und der Japaner Tasuku Honjo den Medizin-Nobelpreis für die Entwicklung von Immuntherapien gegen Krebs.

PZ/NK

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