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Paketzusteller und Postboten sind besonders häufig krank.

Paketzusteller arbeiten sehr oft unter Zeitdruck und sind großem Stress ausgesetzt. Das setzt auch der Gesundheit zu.
© iStock.de/Halfpoint

Fr. 13. Dezember 2019

Paketzusteller und Postboten sind besonders oft krank

Mehr als 300 Millionen Pakete versenden die Deutschen zur Weihnachtszeit – und jedes Jahr werden es mehr. Dass Briefträger, Paketzusteller und Kurierfahrer gerade in der Vorweihnachtszeit stark belastet sind, macht sich auch gesundheitlich bemerkbar: Wie Auswertungen der Krankenkasse Barmer belegen, sind Beschäftigte aus der Branche überdurchschnittlich häufig und lange krankgeschrieben.

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Der Analyse zufolge entfielen auf Mitarbeiter von Post- und Zustelldiensten im vergangenen Jahr 34,6 Krankheitstage pro Person. Die durchschnittlichen Fehltage bei Arbeitnehmern lagen 2018 bei 18,3 Tagen. "Zeitdruck, Stress im Straßenverkehr und wechselnde Witterungsbedingungen können Post- und Paketzusteller besonders anfällig für Erkrankungen zu machen", sagt. Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein. Außerdem stünden Post- und Paketzusteller in direktem Kundenkontakt und seien somit anfälliger für ansteckende Erkrankungen.

Häufig lange Krankschreibungen

Briefträger und Paketzusteller sind darüber hinaus nicht nur häufiger, sondern auch länger krankgeschrieben. Im Durchschnitt dauerte bei ihnen eine Krankschreibung im vergangenen Jahr 22,5 Tage. Über alle Berufsgruppen hinweg sind es dagegen 15,1 Tage. Der Grund für die Länge einer Krankschreibung liegt auch an den jeweiligen körperlichen Anforderungen im Beruf. "Eine Bürotätigkeit kann zum Beispiel auch mit einer leichten Fußverletzung ausgeführt werden, während sie bei Briefträgern eine längere Krankschreibung verursacht", so Hillebrandt.

Insgesamt liegt der Krankenstand bei den Zustellern bei 9,5 Prozent, das heißt: Von 1.000 Beschäftigten fehlten im Jahr 2018 täglich 95 krankheitsbedingt im Job. Am gesündesten sind laut dem Barmer-Gesundheitsreport Softwareentwickler. In dieser Branche fehlten von 1.000 Beschäftigten täglich nur 20. Für die Auswertung hat die Krankenkasse die anonymisierten, ambulanten Diagnosedaten von 9,4 Millionen Versicherten analysiert.

NK

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