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Schwangeren wird ab sofort eine Impfung gegen Pertussis empfohlen.

Frauen wird empfohlen, sich zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels gegen Pertussis impfen zu lassen.
© iStock.com/yacobchuk

Do. 02. April 2020

Keuchhusten: Schwangere sollen sich impfen lassen

Die Impfung gegen Keuchhusten, auch Pertussis genannt, wird für Schwangere jetzt offiziell von der Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlen. Ziel ist es, Neugeborene und junge Säuglinge vor Keuchhusten und dessen Komplikationen zu schützen.

Laut STIKO sollen die Frauen zu Beginn des dritten Trimenons mit einem Tdap-Kombinationsimpfstoff (Tetanus – Diphtherie – azelluläre Pertussis-Kompontenen) geimpft werden, um den Säugling passiv zu schützen. Ist eine Frühgeburt wahrscheinlich, sollte die Impfung ins zweite Trimenon vorgezogen werden. Sie soll unabhängig vom Abstand zu vorher verabreichten Pertussis-Impfungen und in jeder Schwangerschaft erfolgen. Laut Studienlage sei die Tdap-Impfung in der Schwangerschaft sicher, betonten die Experten.

Säugline können vor einem Alter von sechs Wochen noch nicht selbst geimpft werden, daher sei es laut STIKO wichtig, dass die Mutter einen ausreichenden Impfschutz hat, um ihr Baby zu schützen. Ab einem Alter von zwei Monaten bis zum 14. Monat sollen Babys dann selbst viermal gegen Pertussis geimpft werden.

Impfung im frühen dritten Trimenon

Für den Schutz des Neugeborenen sei das Intervall zwischen Impfzeitpunkt und Geburt entscheidend, schreibt die STIKO. Optimal sei dieser früh im dritten Trimenon. Effektivitätsdaten aus England zeigten jedoch, dass ein Schutz auch noch erreicht wird, wenn eine bis drei Wochen vor der Geburt geimpft wird. Wie gut der Säugling geschützt ist, wenn die Frau schon im zweiten Trimenon geimpft wird, müssten größere Studien zeigen.

bmg/PZ/NK

Quelle: DOI 10.25646/6584

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