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Experten informieren am kostenlosen Lesertelefon über die Therapie von Parkinson.

Steife Muskeln, Zittern, langsame Bewegungen: Typische Symptome von Parkinson treten erst auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist.
© iStock.com/KatarzynaBialasiewicz

Mi. 01. April 2020

Was hilft bei fortgeschrittenem Parkinson?

Bislang gibt es keine Medikamente, die den Verlauf der Parkinson-Krankheit stoppen können. Das bedeutet, dass die Therapie immer wieder angepasst werden muss. Über die Therapieoptionen bei fortgeschrittenem Parkinson informieren Experten anlässlich des Welt-Parkinson Tags am Donnerstag, 2. April 2020, am kostenlosen Lesertelefon.

Rufen Sie an!

Donnerstag, 2. April 2020
von 10 bis 15 Uhr
0800 – 5 33 22 11

Der Anruf ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei.

Die ersten Parkinson-Symptome wie verlangsamte Bewegungen, Zittern, ein kleinschrittiger Gang, zunehmende Bewegungslosigkeit und Muskelsteifheit treten erst auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Ihren Anfang nimmt sie schon Jahre früher: Im Gehirn sterben Nervenzellen ab, die den für die Steuerung von Bewegungen wichtigen Botenstoff Dopamin herstellen. Zu Beginn der Behandlung gelingt es oftmals, die Bewegungsstörungen mit einem einzigen Medikament so gut in den Griff zu bekommen, dass die Patienten symptomfrei sind.

Da jedoch der Untergang von Nervenzellen im Gehirn fortschreitet, ist es früher oder später notwendig, die Therapie zu erweitern. Allerdings gibt es keine Idealkombination – sie muss für jeden Patienten individuell gefunden und kontinuierlich angepasst werden. Mit der Zeit wird die Kombination der Medikamente immer komplexer, die Nebenwirkungen nehmen zu und es kommt immer häufiger zu motorischen Komplikationen. Im Spätstadium von Parkinson stellt sich daher für viele Patienten die Frage nach möglichen Alternativen zu dieser immer schwieriger werdenden Gratwanderung und ihren Folgen für die Lebensqualität.

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Pumpentherapie oder Operation?

Von den aktuell drei verfügbaren alternativen Therapieansätzen bedienen sich zwei einer Pumpe, um den Wirkstoff unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts zu verabreichen. Bei der Apomorphin-Pumpe wird ein Wirkstoff, der die Funktion des Botenstoffs Dopamin nachahmt, unter die Haut gespritzt. So werden relativ gleichbleibende Wirkstoffspiegel erreicht und Phasen der Über- oder Unbeweglichkeit reduziert. Bei der zweiten Pumpentherapie wird L-Dopa – das am besten wirkende Medikament gegen Parkinson – über eine Sonde direkt in den Dünndarm injiziert. So können die Wirksamkeit des Medikaments verlängert und Wirkungsschwankungen reduziert werden. Die dritte Alternative setzt direkt in den betroffenen Bereichen des Gehirns an: Bei der Tiefen Hirnstimulation (THS) werden dort Elektroden platziert, die gezielte elektrische Impulse abgeben und so Bewegungsstörungen wie zum Beispiel das für Parkinson typische Zittern eindämmen.

Wann und für wen kommen Pumpentherapie oder THS in Frage? Mit welchen Einschränkungen im Alltag muss ich bei der Pumpentherapie rechnen? Muss ich trotz Pumpentherapie oder THS weiter Medikamente einnehmen? Zu allen Fragen rund um die Behandlungsmöglichkeiten bei fortgeschrittenem Parkinson informieren Experten am Donnerstag, 2. April, am kostenlosen Lesertelefon.

  • Prof. Dr. med. Michael Barbe; Facharzt für Neurologie, Leiter des Kölner Parkinsonnetzwerks, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Köln
  • Prof. Dr. med. Candan Depboylu; Facharzt für Neurologie, Zusatzbezeichnungen Spezielle Neurologische Intensivmedizin, Neurogeriatrie und Somnologie (DGSM), Chefarzt der Neurologischen Klinik Sorpesee, Sundern
  • Prof. Dr. med. Rüdiger Hilker-Roggendorf; Facharzt für Neurologie, Neurologische Intensivmedizin, Chefarzt der Klinik für Neurologie, Stroke Unit und Frührehabilitation, Klinikum Vest, Recklinghausen/Marl
  • Dr. med Pantea Pape; Fachärztin für Neurologie, Rehabilitationswesen und Verkehrsmedizin, Chefärztin Klinik für Neurologische und Fachübergreifende Frührehabilitation, leitende Ärztin des NTC Neurologisches Therapiecentrum, Köln
  • Magdalene Kaminski; Erste Vorsitzende der Deutschen Parkinson Vereinigung Bundesverband e.V., Neuss
  • Friedrich-Wilhelm Mehrhoff; Geschäftsführer der Deutschen Parkinson Vereinigung, Neuss

NK

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