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Die STIKO hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert.

Wer in Gebiete reist, in denen die durch Mücken übertragene Japanische Enzephalitis gehäuft auftritt, lässt sich am besten im Vorfeld impfen.
© iStock.com/Wavebreakmedia

Di. 25. August 2020

Neue Impfempfehlung für Babys, Schwangere und Reisende

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlungen für Impfungen in Deutschland aktualisiert. Änderungen gibt es unter anderem bei Impfungen gegen Keuchhusten in der Schwangerschaft und bei Reisen in Ländern, in denen die Japanische Enzephalitis gehäuft auftritt.

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Eine Neuerung ist die Empfehlung zu einer Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) in der Schwangerschaft mit einem Tdap-Kombinationsimpfstoff, die bereits im März angekündigt wurde. Die Impfung wird schwangeren Frauen zu Beginn des dritten Schwangerschaftsdrittels empfohlen. Ist eine Frühgeburt wahrscheinlich, sollte die Impfung ins zweite Schwangerschaftsdrittel vorgezogen werden. Die Impfung soll unabhängig vom Abstand zu vorher verabreichten Pertussis-Impfungen und in jeder Schwangerschaft erfolgen. Ziel ist es, Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle durch Infektionen mit Bordetella pertussis bei Neugeborenen und jungen Säuglingen zu reduzieren.

Außerdem empfehlen die STIKO-Experten ab sofort eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis bei Reisen in Endemiegebiete (Südost-Asien, weite Teile von Indien, Korea, Japan, China, West-Pazifik, Nordaustralien) und für Laborpersonal, das gezielt mit vermehrungsfähigen Japanische-Enzephalitis-Virus-Wildtypstämmen arbeitet.

Neu ist auch die Empfehlung zur Grundimmunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B im Säuglingsalter mit dem Sechsfach-Impfstoff (DTaP-IPV-Hib-HepB): Das nun empfohlene Impfschema sieht Impfungen im Alter von zwei, vier und elf Monaten vor. Die bisherige Empfehlung folgte dem Schema 3+1 und sah eine zweite Impfstoffdosis im Alter von drei Monaten vor, die nun entfällt. Nur Frühgeborene sollen weiter Impfungen nach dem 3+1 Schema erhalten. Außerdem wurde eine Angleichung der beruflich indizierten Masern-Mumps-Röteln-(MMR-) und Varizellen-Impfung vorgenommen.

cl/PZ/NK

Quelle: Epidemiologischen Bulletin 34/2020

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