Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Ärztliche Behandlungsfehler

Aktuelles

Frau Armbruch Gips Behandlungsfehler

Bei einer Verletzung falsch behandelt? Zu häufig wird über das Problem geschwiegen.
© drubig-photo - Fotolia

Mi. 31. August 2011

Behandlungsfehler: häufig Schweigen statt Offenheit

Behandlungsfehler werden häufig totgeschwiegen. Die Betroffenen reagieren unsicher, weil sie auf einen Zwischenfall nicht vorbereitet sind. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) hat einen Leitfaden erstellt, der helfen soll, sich richtig zu verhalten.

Anzeige

"Immer noch zu häufig ist Schweigen die Reaktion, wo Offenheit und Entschuldigung unbedingt angesagt wären", sagte die APS-Vorsitzende, Hedwig François-Kettner, in Berlin. Das Aktionsbündnis hat daher eine Broschüre entwickelt, die helfen soll, sich nach einem Behandlungsfehler richtig und adäquat zu verhalten. "Die Akteure sollten auf Zwischenfälle vorbereitet sein, damit sie wissen, wie sie im Ernstfall reagieren."

Die Broschüre beschreibt nicht nur die Rechtslage nach einem Zwischenfall, sondern zeigt auch Beispiele auf für die Kommunikation nach innen und nach außen. Geschildert wird, wie am besten mit Patienten und Angehörigen, mit betroffenen Mitarbeitern und in besonders schweren Fällen mit der Öffentlichkeit gesprochen werden sollte.

Leistungserbringer hätten häufig Angst vor Sanktionen und davor, ihren Versicherungsschutz zu verlieren, wenn sie offen über Fehler sprächen, sagte Dr. Jörg Lauterberg, unter dessen Leitung die Broschüre entstanden ist. "Dabei geht es erstmal nur um eine Entschuldigung und die hat nichts mit einem Schuldeingeständnis zu tun."

sch/PZ

Das Aktionsbündnis

Im Aktionsbündnis Patientensicherheit haben sich Vertreter der Gesundheitsberufe, ihrer Verbände und der Patientenorganisationen zusammengeschlossen. Gemeinsam engagieren sie sich für eine sichere Gesundheitsversorgung in Deutschland. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die Schirmherrschaft übernommen.

Die Broschüre »Reden ist Gold: Kommunikation nach einem Zwischenfall« steht unter www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de zum Download bereit.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mehr Suizide nach Ende der Schulferien

Besonders an den ersten zwei Schultagen ist die Selbstmordrate bei Jugendlichen erhöht.

Apotheker beraten zur Grippeimpfung

Wer geimpft ist, trägt dazu bei, dass insgesamt weniger Menschen an der Grippe erkranken.

Knochenbruch als Warnsignal

Eine Fraktur kann auf Osteoporose hinweisen. Experten beraten dazu am kostenlosen Lesertelefon.

Das Immunsystem stärken

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, wie sich die Abwehrkräfte stärken lassen.

Mediziner warnen vor E-Zigaretten

Die Risiken für die Gesundheit sind bislang noch nicht absehbar, mahnen Lungenfachärzte.

Wer arbeitslos ist, stirbt früher

Einer neuen Studie zufolge verdoppelt Arbeitslosigkeit das Risiko für einen frühen Tod.

Bitter schmeckende Kürbisse nicht essen

Grund für den bitteren Geschmack kann ein giftiger Stoff sein, der den Darm schädigt.

Medizin-Nobelpreis geht an Zellforscher

Die Forscher haben herausgefunden, das Zellen über eine Art "Sauerstoff-Sensor" verfügen.

Grippe fordert jedes Jahr viele Todesopfer

Den besten Schutz bietet eine Impfung. Die richtige Zeit dafür ist im Herbst, vor Beginn der Grippewelle.

Krebs steigert das Risiko für Armut

Nach der Erkrankung ist es vielen Menschen nicht mehr möglich, ihren Beruf weiter auszuüben.

Nährwert-Ampel für Lebensmittel kommt

Anhand des Nutri-Scores lässt sich auf einen Blick erkennen, wie gesund ein Produkt ist.

Spahn betont das gemeinsame Ziel

Ein geplantes Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn soll die Vor-Ort-Apotheken stärken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen