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Mutter mit Baby

Die gute Nachricht: 2010 wurden in Deutschland wieder mehr Kinder geboren.
© Hannes Eichinger - Fotolia

Fr. 19. August 2011

Mehr Geburten in Deutschland

In Deutschland kamen 2010 wieder mehr Kinder zur Welt als im Jahr zuvor. Das meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Dabei handelt es sich weniger um Erstgeburten als um Geschwisterkinder.

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2010 kamen insgesamt rund 678.000 Kinder lebend zur Welt, etwa 13.000 mehr als 2009. Die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter war von 18,7 Millionen (2009) auf 18,4 Millionen im Jahr 2010 zurückgegangen. Das gebärfähige Alter der Frauen liegt laut Statistischem Bundesamt zwischen 15 und 49 Jahren. Die Zunahme bei den Geburten von 2009 auf 2010 fiel bei den Geburten von zweiten und dritten Kindern stärker aus als bei den Geburten erster Kinder.

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau betrug im Jahr 2010 in Deutschland 1,39. Damit lag die zusammengefasste Geburtenziffer nach Angaben des Statistischen Bundesamts etwas höher als 2009 (1,36) und ähnlich hoch wie 2008 (1,38). Einen höheren Wert hatte sie zuletzt im Jahr 1990 mit 1,45.

Im Westen Deutschlands stieg die durchschnittliche Kinderzahl von 1,35 im Jahr 2009 auf 1,39 im Jahr 2010. Im Osten Deutschlands nahm die durchschnittliche Kinderzahl ebenfalls zu und lag im Jahr 2010 bei 1,46 (2009: 1,40). Dabei verschob sich das Alter, in dem Frauen ihre Kinder bekommen, deutlich. 1990 war in den neuen Ländern relativ gesehen die höchste durchschnittliche Kinderzahl für 23-jährige Frauen ausgewiesen worden, 2010 dagegen für die 30-jährigen.

Bei der Berechnung der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau werden alle Kinder berücksichtigt, die im Laufe eines Jahres geboren werden. Diese durchschnittliche Kinderzahl je Frau, die auch als zusammengefasste Geburtenziffer bezeichnet wird, wird zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

Destatis / RF

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