Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Diuretikum soll Doping verschleiern

Aktuelles

Radfahrer

Dopingfall bei der Tour de France: positive A-Probe bei Radprofi Kolubnew.
© R. Freund

Di. 12. Juli 2011

Tour de France: Diuretikum soll Doping verschleiern

Bei der Tour de France wurde beim Radprofi Alexander Kolobnew jetzt das Entwässerungsmittel Hydrochlorothiazid nachgewiesen. Es steht auf der Liste verbotener Substanzen bei Wettkämpfen. Dabei ist das sogenannte Diuretikum kein Dopingmittel im klassischen Sinn, denn es steigert nicht die Leistung. Sportler setzen es ein, um anderes Doping zu "verschleiern".

Anzeige

Für Kolobnew vom Team Katusha läuft bei der Tour zunächst nichts mehr: Nach der positiven Dopingprobe ist er von seinem Rennstall suspendiert worden. Ist auch die B-Probe positiv, wird der zweimalige Vizeweltmeister nach den Richtlinien der Tour de France entlassen.

Diuretika sind entwässernde Mittel, die dem Körper helfen, Flüssigkeit zu verlieren. Solche Substanzen sind in- und außerhalb des Wettkampfes verboten mit Ausnahme des Wirkstoffs Drospirenon, der legal ist. Der Grund: Diuretika werden oft zur Verschleierung von Dopingmitteln benutzt. Sie werden auch als maskierende Substanzen bezeichnet, da sie den Urin stark verdünnen und damit die Konzentration anderer - womöglich zum Doping eingesetzter - Substanzen im Urin verringern.

Mit 6,7 Prozent aller Dopingvorfälle liegen Diuretika und andere maskierende Substanzen an fünfter Stelle weltweit. In knapp einem Drittel aller Diuretika-Dopingfälle werden Hydrochlorothiazid und Furosemid angewandt.

KK

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Vorsicht mit Alkohol bei Hitze

Bei hohen Temperaturen reagiert der Körper auf alkoholische Getränke anders als gewohnt.

Valsartan: Apotheker oder Arzt kontaktieren

Präparate mit dem vom Rückruf betroffenen Wirkstoff müssen evtl. neu verordnet werden.

Handy am Steuer: unterschätzte Gefahr

Viele Autofahrer halten Handys am Steuer für harmlos.

Arthritis: Frühe Kontrollen wichtig

Eine neue Leitlinie fordert, die Wirksamkeit der Erstbehandlung früher zu kontrollieren.

Valsartan: EU-weiter Rückruf gestartet

Bestimmte Chargen des Blutdrucksenkers Valsartan werden zurückgerufen.

Jeder Zweite geht frühzeitig in Rente

Häufig scheiden Beschäftigte mit körperlich belastenden Berufen vorzeitig aus.

Jedes zweite Elternteil ist zu dick

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Bewegung in vielen Familien deutlich zu kurz kommt.

Viele Deutsche gehen auch krank zur Arbeit

Damit schaden sie nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern auch dem Unternehmen.

NAI vom 1.7.2018: Neue Arzneimittel

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um die neusten Arzneimittel.

Frauen haben immer Medikamente bei sich

Vier Medikamente haben Frauen im Schnitt in ihrer Handtasche griffbereit.

Viele Arzneien erfordern Beratung

Jedes dritte Medikament erfordert eine intensive Beratung durch den Apotheker.

Lieferprobleme: Ibuprofen wird knapp

Bei dem beliebten Schmerzmittel droht aktuell ein Lieferengpass.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen