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Tabletten auf dem Schreibtisch

Viele Arbeitnehmer benutzen Psychopharmaka im Büro, um mit gestiegenen Anforderungen fertig zu werden.
© Raufeld/Gerd Metzner

Do. 08. September 2011

Arbeitnehmer: mit Medikamenten gegen den Stress

Um dem Stress standhalten, höhere Leistungen erbringen und "besser funktionieren" zu können, nehmen zwischen 400.000 und 800.000 der erwerbstätigen Deutschen fast täglich verschreibungspflichtige Psycho- und Neuropharmaka ein, ohne dass dafür medizinische Gründe vorliegen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK).

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Im Rahmen der Untersuchung wurden 3.000 Erwerbstätige unter anderem zu ihrer Einstellung gegenüber dem Gebrauch von Medikamenten ohne medizinische Notwendigkeit befragt. Ein auffälliges Ergebnis: Sämtliche Beweggründe für das Doping am Arbeitsplatz wurden von den Befragten als umso vertretbarer eingeschätzt, je stärker die eigene Arbeitssituation durch belastende Faktoren wie Stress, Konkurrenzdruck oder Arbeitsplatzunsicherheit geprägt war.

In eine ähnliche Richtung deutet eine ebenfalls im Rahmen der Studie durchgeführte Expertenbefragung: Immer höhere Anforderungen im Bereich von Leistung und Zeitflexibilität sowie Stress erzeugende Arbeitsabläufe rangieren ganz oben auf der Liste der möglichen Ursachen für die Einnahme der fragwürdigen Fitmacher.

Wie man der Stressfalle ohne Medikamente entkommt, lesen Sie im Beitrag Stressbewältigung statt Chemie auf aponet.de.

EH/raufeld

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