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Der wichtigste präventive Faktor für Osteoporose ist regelmäßige körperliche Aktivität – und zwar je früher, desto besser.
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Mi. 24. August 2011

Immer häufiger Osteoporose bei Männern

Von den mehr als acht Millionen Deutschen, die an Osteoporose leiden, sind etwa ein Drittel Männer - Tendenz zunehmend. Fachgesellschaften appellieren daher das Bewusstsein für Osteoporose beim Mann zu schärfen. Denn oft werde eine entsprechende Diagnose zu spät – nämlich erst nach Knochenbrüchen bei geringsten Anlässen – gestellt.

Durch einen veränderten Stoffwechselhaushalt verringert sich bei der Osteoporose kontinuierlich die Dichte und die Masse der Knochen: Sie brechen daraufhin viel leichter. Grundsätzlich unterscheiden Fachleute zwischen primärer und sekundärer Osteoporose. Bei der primären sind keine krankhaften Ursachen festzustellen, während bei der sekundären eine andere Erkrankung oder auch deren Therapie der Auslöser der Osteoporose ist.

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Professor Dr. Sabine Kliesch, Urologin und Andrologin am Universitätsklinikum Münster: "Bei Männern diagnostizieren wir mehrheitlich sekundäre Osteoporosen." Daher sei die Suche nach den krankheitsbedingten Ursachen für die Therapie vorrangig. Der Mangel am Sexualhormon Testosteron, Hypogonadismus genannt, sieht Kliesch als einen wichtigen Risikofaktor für Osteoporose beim Mann. Besonders bei Prostatakrebs-Patienten werde ein solcher Mangel durch eine antiandrogene Therapie hervorgerufen. Zu den zahlreichen weiteren Risikofaktoren zählen laut Kliesch Langzeittherapien mit Kortisonpräparaten sowie Nierenfunktionsstörungen, aber auch eine ungesunde Lebensführung mit falscher Ernährung, Nikotin, Alkohol und Bewegungsmangel.

Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e. V. (BDU), empfiehlt Männern jenseits der 50, bei ihren Routineterminen beim Urologen auch ihr Osteoporoserisiko abklären zu lassen - besonders wenn sie zu den Risikogruppen gehörten oder typische Symptome zeigten. "Typische Symptome sind akut auftretende Schmerzen des Skeletts, ungewollter Gewichtsverlust um mehr als zehn Prozent sowie besonders das Schrumpfen der Körpergröße um mehr als vier Zentimeter in einem Jahr", so der Urologe aus Neumünster. Eine Röntgen-Messung der Knochendichte gebe klaren Aufschluss.

RF/DGU

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