Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Krank durch Überforderung

Aktuelles

Stress, Arbeit, Büro, Herz

Zu viel Stress im Büro greift das Herz an.
© Gernot Krautberger - Fotolia

Mo. 29. August 2011

Überstunden sind schlecht für’s Herz

Karoshi – das ist japanisch und heißt: Tod durch Überarbeit. Eine finnische Studie, die auf dem Kongress der europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) vorgestellt wurde, zeigt, dass darin ein wahrer Kern steckt: Wer beruflich stark gefordert ist ohne die eigene Arbeit wirklich kontrollieren zu können, belastet sein Herz. Auch lange Arbeitszeiten und Überstunden wirken der Gesundheit entgegen.

Anzeige

Der Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung und dem Auftreten der koronaren Herzkrankheit wird schon seit Jahren erforscht. Dennoch liegen die Zusammenhänge, wie genau Arbeitsstress das Auftreten von Herzinfarkten begünstigt, noch im Dunkeln. Allerdings zeigen Studien deutlich, dass eine erhöhte Arbeitsbelastung ungesunde Lebensweisen, Gewichtszunahme und Fettleibigkeit fördert. Den finnischen Experten zufolge resultiert die berufliche Belastung in einer Abnahme der kognitiven Funktionen, einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten und einer erhöhten Sterblichkeit.

Während in der Vergangenheit vor allem die körperliche Belastung am Arbeitsplatz ausschlaggebend war, spielen heute eher psychosoziale Faktoren eine Rolle. Die moderne Arbeitswelt zeichnet sich durch eine hohe Arbeitslast, der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und andere eher psychische Stressfaktoren aus. Tätigkeiten, in denen die Arbeitnehmer selbst die Kontrolle darüber haben, wie sie den Anforderungen des Jobs gerecht werden können, führten seltener zu Problemen. In den Bereichen, in denen hohe Anforderungen kombiniert mit geringer eigener Kontrolle vorherrschen, verlören die Arbeitnehmer zunehmend an Selbstbewusstsein und entwickelten häufiger Probleme.

Dennoch ist den Experten wichtig, dass Arbeitnehmer im Großen und Ganzen gesünder seien als Arbeitslose. Die Experten raten daher, die Arbeitswelt anders zu organisieren, etwa durch Rotation bei der Schichtarbeit oder Verringerung von Überstunden sowie einer individuellen Jobplanung, die auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer abgestimmt ist. Denn was für den einen ein normaler Job ist, mag den anderen schon überfordern. Daher sei es notwendig, den Betroffenen dabei zu helfen, stressige oder unsichere Arbeitssituationen zu bewältigen.

KK

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kopfairbag anstatt Fahrradhelm?

Ein Kopfairbag wird um den Hals getragen und bläst sich bei einem Aufprall auf.

So gelingt der Start in die Rente

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, wie Sie sich auf die neue Lebensphase vorbereiten können.

FSME: Jetzt noch impfen lassen

Viele Teile Deutschlands gehören mittlerweile zu Risikogebieten.

Nach Herzinfarkt zurück in den Job?

In fast allen Fällen ist das möglich, sogar bei körperlich schwerer Arbeit.

Was steckt hinter chronischem Husten?

Manchmal liegt die Ursache nicht in den Atemwegen oder der Lunge.

Kinder: Gentest zeigt Risiko für Depression

Der Test zeigt auch, in welchem Alter die Erkrankung auftreten könnte.

Testament selbst verfassen?

Wer keinen Notar damit beauftragen möchte, muss einige wichtige Dinge beachten.

Tipps zum Umgang mit Wirkstoffpflastern

In der Packungsbeilage sind oft nicht alle wichtigen Hinweise aufgelistet.

Kinderwunsch bleibt oft unerfüllt

Viele Frauen in Europa haben weniger Kinder, als sie sich eigentlich wünschen.

Beweg Dich: So gut ist Sport

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, warum Bewegung so wichtig ist.

Neue Fälle von Tollwut in New York

Seit Beginn des Jahres wurden sechs Tollwutinfektionen bei Tieren bestätigt.

Wer arm ist, stirbt häufig früher

Auch in Deutschland gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Einkommen und der Lebenserwartung.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen